Endlich Lob für die EU: Banker Boni werden begrenzt! / EU agrees to cap bankers‘ bonuses

Amazon: so belächelte "Financial Times Deutschland" die Banker / Hochschule Luzern: so haben schlaue Professoren errechnet / Xavier Delucq in Huffpost France: so verhalten sich die Manager / David Simonds in Guardian: so wurden wir betrogen / ...doch so landete ein gescheiteter Banker / Rodho in Les Crises: Europa will endlich reagieren!



Sie kennen bereits meine kritische Haltung zur Europäische Union. In vielen Beiträgen habe ich sie erklärt und mit zahllosen Fakten und Analysen untermauert. Ich bleibe dabei, dass der aktuelle Schwebezustand zwischen voller Integration und nationaler Souveränität langfristig nicht haltbar ist. Europa muss entscheiden, ob es eines Tages die vereinigten Staaten von Europa sein will oder nicht.



Doch ich lobe auch gerne, wenn die Lage es hergibt. Das ist heute eingetreten! Endlich hat sich die EU darauf geeinigt, die Banker Boni zu begrenzen. Ein längst überfälliger Schritt, der ganz sicher bei den Bürgern gut ankommt. Die astronomischen Bezüge, die manche Banker und Topmanager bekommen, sind ein absoluter Schwachsinn. Auch in der modernen, sehr harten Arbeitswelt kann die Leistung eines einzelnen Menschen keine Million Euro monatlich Wert sein. Solche Bezüge sind absurde Exzesse der modernen Gesellschaft. Sie gehören abgeschafft und verbannt - in Europa und überall.

Unverständlich ist die Haltung der Briten, die gegen die besagte Begrenzung im Namen des freien Wettbewerb kämpfen. Gerade die britischen Sparer und Steuerzahler waren Opfer von skrupellosen Bankern und Managern, die Traumgehälter und Bonuses kassierten und gleichzeitig ihre Unternehmen in den Ruin getrieben haben. Oben sehen Sie zwei Schlagzeilen und Zeichnungen, die diesen Umstand dokumentieren und scharf kritisieren. Der Finanzplatz London wird nicht durch skandalöse Topverdiener gerettet. Im Gegenteil - etwas Bescheidenheit (allerdings auf höchstem Niveau!) wird den Banker vielleicht zur Vernunft bringen und zum vorsichtigen Umgang mit dem Geld der Sparer bewegen.

Einschränkend muss ich noch hinzufügen: der Beschluss der Europäer besteht zunächst aus einer Absichtserklärung. Umgesetzt wurde dieser Beschluss noch lange nicht. Und es gibt erhebliche Zweifel, ob die europäische Union in der Lage sein wird, den schönen Worten auch Taten folgen zu lassen. Das ist bereits im nationalen Rahmen alles andere als einfach. Im europäischen Rahmen ist es fast undenkbar. Insofern muss ich meine grundsätzliche, skeptische Haltung nochmal wiederholen (siehe ersten Absatz). Doch für gute Überraschungen bin ich natürlich offen und bleibe darauf gespannt!

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