Pferdefleisch-Skandal: mit Do It Yourself stehen Sie am besten da / Horsemeat scandal spreads across Europe

Eneko in Knowledge Wealth Centre: Rennen um Fastfood /  The Sun: ...begünstigt Manipulationen / All Posters: Skandal-Klassiker als Poster / Mirror: Skandal als Humoreske / Peter Brookes in The Times, London: Skandal als französiche Rache / Martin Rowson in Guardian: Skandal belastet Cameron innenpolitisch



Was fällt einem zum Fleischskandal in Großbritannien ein? Man wird sprachlos. Noch schlimmer - man wird appetitlos. Die Briten können nicht mehr wissen, was sie in ihren Lebensmittelgeschäften vorfinden. Die Ware wird als Rindfleisch deklariert und gezeichnet, ist aber eine Mischung, die Pferdefleisch enthält. Oder gar nur das letztere.



Möglicherweise sind von diesem Skandal nicht nur die Briten betroffen. Er weitet sich ja aus und nimmt europäische Dimensionen an. Die Konzerne, die an der Produktion und dem Verkauf von Tiefkühlgerichten beteiligt sind, schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Es handelt sich meist um Tiefkühl-Hamburger, Tiefkühllasagne, Spaghetti Bolognese und ähnliches. Also Fertiggerichte, die das angeblich mühsame Kochen ersparen sollen.

Mein Rat an Sie lautet zunächst: meiden Sie komplett solche Fertiggerichte. Diese Art von Fast Food ist meist nicht gesund. Machen Sie sich lieber die kleine Mühe, die Originalprodukte selbst auszusuchen und zuzubereiten. Das kostet weniger Zeit, als man glaubt. Das macht Spaß. Das ist kreativ. Und es vermindert eindeutig die Gefahr, Opfer von Manipulationen zu werden.

Die erste Zeichnung oben bekräfigt meine Aussage. Der schnelle Ritt auf dem Hamburger (Comida Rápida ist Spanisch für Schnellgericht) bringt einen nicht unbedingt zum erwünschten Ziel. Zwar gibt es keine Garantie vor Täuschungen und irreführenden Verkaufsmethoden. Doch die unerlaubten Mischungen und die falsche Etikettierung werden leichter, wenn der Kunde unkritisch ist und auf fertige Produkte zurückgreift.

In den weiteren Zeichnungen wird der Skandal humoristisch illustriert. The Times of London spielt auf Marie Antoinette an, die bekanntlich gesagt haben soll: ,,das Volk hat kein Brot, lasst es Brioche essen" ; François Hollande ist verärgert über die Kürzungen im EU-Haushalt  und rächt sich an Premier David Cameron, indem er Pferdefleisch nach Großbritannien liefern lässt.

Spaß bei Seite - das Thema ist ernst. Schützen Sie sich möglichst davor, selbst von Machenschaften bei Lebensmitteln betroffen zu sein. Eine gute Esskultur ist das Mindeste, was jeder von uns beitragen kann, um mit  solchen kriminellen Handlungen fertig zu werden.

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Berlin Mitte: Fukushima erreicht die Wilhelmstraße / Sushi Bars switch to non-Japanese food items

_________________________________

You are most welcome to follow and comment on Facebook & Twitter

Schlagwörter: , , , ,

Anmelden