John Kerry: die Probleme, die auf den Nachfolger von Hillary Clinton zukommen

Annika Wester in New York Times: an Afghanistan geheftet / Kabul Press: Taliban Taktik lernen / ...bevor die USA aufgibt / Al Alam , Tehran: das ägyptische Schiff versinkt / Iran Newspaper: ...während Iran mächtiger wird / Jonathan Popper in Ma'ariv: Nordkorea pfeift uns einen



Ein neuer US-Aussenminister wird bald sein Amt antreten. Mit John Kerry wird es ein ehrgeiziger Politiker sein, der sich sogar zum Präsident wählen lassen wollte. Kerry wird dem Amt ganz bestimmt seinen eigenen Stempel aufdrücken. Er ist dazu wohl auch fähig, da er über viel Washingtoner Erfahrung verfügt und die Weltbühne kennt.



Kurzer Rückblick: Als Präsident Barack Obama seine erste Amtsperiode begann, hat er neben Aussenministerin Hillary Clinton zwei hochkarätige Persönlichkeiten nominiert, die sich mit internationalen Konfliktherden intensiv beschäftigen sollten - Afghanistan und der Nahost. Auf beiden Feldern wurde dennoch kein Durchbruch erzielt. Die Lage in und um Afghanistan hat sich zum Teil verschärft. Die amerikanische Partnerschaft mit Pakistan gestaltet sich immer schwieriger und verursacht erhebliche Spannungen. Im Nahen und Mittleren Osten hat sich die Situation grundlegend geändert. Die sogenannte arabische Revolution begünstigte bisher überwiegend Islamisten und bewirkte Unsicherheit und Instabilität in der ganzen Region.

Nun soll John Kerry versuchen, in diesen komplizierten Verhältnissen das Beste zu holen. Erste Herausforderung wird sein, den angekündigten militärischen Rückzug aus Afghanistan friedlich zu gestalten. Ob dann Afghanistan noch von westlich-orientierten Kräften regiert wird oder nicht bleibt völlig offen. Der Zweckoptimismus, den Obama wiederholt zum Ausdruck bringt, wird allein kaum helfen. Die Regierung in Kabul kann sich nur mit einer massiven logistischen und wirtschaftlichen Unterstützung von Aussen halten. Ob dazu die Bereitschaft in Washington besteht bleibt mehr als fraglich.

Im Nahen Osten wird die amerikanische Politik mit dem Umstand konfrontiert, dass seine alten Verbündeten - allen voran Ägypten - sich in einem desolaten Zustand befinden. Obama und Kerry werden entscheiden müssen, ob die USA weiterhin Ägypten vor dem wirtschaftlichen Kollaps bewahrt, obwohl die traditionelle, pro-westliche Orientierung des Landes keineswegs gesichert ist. Beim Problem Iran geht es um die Frage, ob die USA doch noch die atomare Bewaffnung des Landes verhindert oder nicht. Jede Entscheidung - Für oder Gegen - wird tiefgreifende Konsequenzen in der ganzen Region haben.

Ein akutes Problem war und bleibt die Nuklearmacht Nordkorea. In diesem Fall haben die USA und die internationale Gemeinschaft nicht mehr die Option, die atomare Bewaffnung zu verhindern. Sie ist bereits gegeben. Doch Washington kann seine Garantien für die wichtigen Partner in der Region - allen voran Japan und Südkorea - bekräftigen und deutlicher machen. Eine weitere Möglichkeit besteht in dem Versuch, Nordkorea wirtschaftliche Anreize zu bieten, damit es zumindest auf Teile seiner militärischen Ambitionen verzichtet.

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