Europa lernt, mit dem Problem Euro zu leben / It’s NOT the end of the world / זה לא סוף העולם

Sañudo in Public Service Europe: das war 2011 / ...zur Weihnachtszeit / Kypros, Zypern: das bleibt auch 2012 so / Antero in Eats Shoots: nun wird es sogar belohnt! / Famagusta Gazette: das Ende der Welt ist es eben nicht!



דניאל דגן - Wir schreiben das Jahr 2011. Es ist Dezember. Der Euro steht vor dem Abgrund (beide ersten Zeichnungen unten). Wir schreiben das Jahr 2012. Der Euro steht vor dem Abgrund (dritte Zeichnung unten). Trotzdem bekommt Europa den Friedensnobelpreis! (vierte Zeichnung). Es ist eben nicht das Ende der Welt! (letzte Schlagzeile).



Mein Kommentar dazu lautet:

Es gibt Probleme, die sich nicht schnell lösen lassen. Das gilt für den Euro und für Europa. Seit mehreren Jahren versucht man, sich durchzuschlagen und Patentrezepte zu finden. Ganz so richtig klappt es nicht. Irgendwie fühlt man sich gezwungen, die gemeinsame Währung zu halten, auch wenn der gesunde Menschenverstand und die ökonomische Vernunft dagegen sprechen.

Sei es wie es sei - man sitzt in einem Boot. Keiner kann oder will, so richtig das Kommando übernehmen. Keiner kann oder will, abspringen und alleine schwimmen. Also bleibt man zusammen. Ein schwieriges Unterfangen, das ganz bestimmt auch in das nächste Jahr getragen wird. Ich wage sogar zu sagen - in das übernächste und übernächste und so weiter und sofort.

Da halte ich es mit Kanzlerin Angela Merkel. Die Krise ist tief. Sie ist nicht mit einem Schlag zu lösen. Sie rührt an die Fundamente dessen, was man europäische Einigung zu nennen pflegt. Wir werden noch viele Krisensitzungen erleben müssen. Zwischendurch werden EU Beamte satte Gehaltserhöhungen bekommen. Der Aufbau eines gemeinsamen europäischen Hauses ist ein steiniger, teurer Prozess. Wir sollten uns in Geduld üben.

Diese Weisheit gilt übrigens nicht nur für Europa. Auch in manchen anderen Regionen gibt es Probleme, mit denen man noch lange wird leben müssen. Belehrungen, Beschimpfungen und Verurteilungen werden kaum helfen. Keine Arroganz der Besserwisser wird etwas gutes bewirken. Die Eurokrise ist dafür ein Musterbeispiel. Das Ende der Welt ist es aber noch lange nicht!

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