Obama setzt auf Myanmar, um China einzudämmen / Burma visit is a calculated risk

Walk into History: dieses Buch inspiriert / The Week: handelt Obama richtig? / Free Burma: diese Gefangenen kam frei / ...doch viele sitzen noch fest / ...in 43 Gefängnisse im Land / Myanmar Time: dennoch überwiegt die Hoffnung



Aung San Suu Kyi  kann zwar die Freiheit genießen und konnte erfolgreich bei Parlamentswahlen gegen die Machthaber konkurrieren. Doch viele politische Gefangene, die drakonische Strafen einbüssen, sitzen noch in den zahlreichen Zuchthäusern und Arbeitslagern des Landes fest. Noch ist es viel zu früh, ein Fest der Demokratie zu feiern.



Das weiß natürlich auch US Präsident Barack Obama, der diese Woche Myanmar   (auch als Burma bekannt) einen vielbeachteten Besuch abstattete. Es war eine Zäsur. Zum ersten mal überhaupt kommt ein amtierender amerikanischer Präsident in das Land, das seit Jahrzehnten von einer militärischen Junta regiert wird. Zum ersten mal wird auf höchster Ebene ein Signal des Vertrauens in die gute Entwicklung eines Landes gesetzt, das in weiten Teilen noch einen Bürgerkrieg erlebt und keineswegs die innere Aussöhnung gefunden hat.

President Thein Sein mag ein Reformer sein, der die Verhältnisse im Lande nachhaltig änderte. Doch seine Reformen kommen nur schleppend voran. Eine Rückkehr zur Diktatur ist nicht auszuschließen. Im übrigen hängt Thein Sein vom Wohlwollen der Generäle ab, die Myanmar weiterhin praktisch regieren - auch wenn sie manche Einschränkungen dulden müssen. Nicht zu vergessen ist, dass der Präsident selbst der berüchtigten Junta angehörte, die Myanmar in innere Konflikte und Elend zurückgeworfen hat.

Ausschlaggebend für Obama war die geostrategische Lage in Südostasien. Diese Region ist die am schnellsten wachsende in der ganzen Welt. Von hier kommen entscheidende wirtschaftliche Impulse, die die Konjuktur in den USA stark beeinflussen. Die Region ist auch politisch von enormer Bedeutung. Nur mit Hilfe demokratischer Bewegungen können die USA und der Westen den Einfluss von China eindämmen, das immer bewusster auftritt und nicht zuletzt territoriale Ansprüche anmeldet.

Obama sagt den Asiaten: Wir stehen hinter Euch. Wir unterstützen Euch auf dem Weg der Demokratisierung. Wir vertrauen Euch dabei und sind bereit, einiges zu riskieren. Das (hoffentlich gute) Beispiel Myanmar soll Schule in ganz Südostasien machen.

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