Obama gewinnt – ist aber auf die Republikaner angewiesen / Republicans keep control of House

Michael Ramirez in Investors Business Daily: wer versteht diesen Wegweiser? / Steve Bell in Guardian, London: USA K.o. geschlagen / David Trumble in Huffington Post: so war es auch 2008 / Clay Bennett in Chattanoga Time Free Press: ...nach langer TV-Nacht / Shlomo Cohen in Israel Ha'yom: Einladung zum Tanz



Präsident Barack Obama hat klar gewonnen. Zwar hat er nicht sein Traumergebnis von 2008 wiederholen können. Doch das war keineswegs zu erwarten. Zu tief steckt die USA in einer Rezession. Zu stark ist die Unzufriedenheit unter Milionen Amerikanern, die keine Arbeit finden und keinen Ausweg aus der Schuldenfalle sehen. Die Große Leistung Obamas beteht darin, dass er trotz dieser Umstände seine Koalition zusammen halten konnte. Das hat ihm den Vorsprung in den Swing States und somit den Sieg im ganzen Land gesichert.



Die Koalition von Obama ist der Traum eines jeden Politikers. Sie besteht aus allen wichtigen Bevölkerungsgruppen in den USA - Weiße, Schwarze, Hispanics, Asiaten - eben alle. Zudem ist die Unterstützung von Obama besonders stark unter jungen Menschen und unter Frauen. Gegen eine solche Koalition ist kein republikanisches Kraut gewachsen. Auch nicht in der Gestalt des sympathischen Kandidaten Mitt Romney, der eigentlich mit Wirtschaftskompetenz glänzte und streckenweise gute Chancen hatte.

Die Achillesferse von Romney war die demografische Struktur seiner Anhänger. Sie besteht überwiegend aus weißen Männern. Romney hat kaum Rückhalt unter Americas Minderheiten, die nun mal schnell wachsen und das Land verändern. Wenn sich die gegenwärtigen Tendenzen fortsetzen, werden die Minderheiten in den USA zur Mehrheit. Eine politische Kraft, die für die Minderheiten unattraktiv ist, wird es nicht schaffen einen Präsidenten zu stellen. Diese bittere Lektion müssen die Republikaner nun beherzigen.

Der Sieg von Obama ist allerdings nicht vollständig. Er führt ein tief gespaltes Land, das ihn praktisch nur zur Hälfte unterstützt. Denn bei der Aufzählung aller Stimmen hat Obama nur knapp mehr als 50 Prozent der Amerikaner hinter sich vereinen können. Noch mehr als bisher ist der Präsident auf Kompromisse mit seinen republikanischen Rivalen angewiesen, die ihre Mehrheit im House of Representatives verteidigen konnten. Bisher zeigte Obama wenig Bereitschaft, auf die Wünsche der Republikaner einzugehen. Das wird sich ändern müssen, damit er das Land aus der tiefen Krise führt.

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