Redekunst & Marketing: so schlage ich die Konkurrenz Peer Steinbrück! / Talk about Money: Give Talks / הכל דיבורים

Süddeutsche Zeitung: darüber reden wir gern! / Abgeordnetenwatch: mit steinreichem Steinbrück / TAZ: ...der eine Rüge von Brandt verdient / Haiko Sakurai: Nackedei! / Haitzinger in TZ: Kritik durch Transparenz abschütteln / Ernst Elitz in Bild: Geldmaschine Mundwerk



דניאל דגן - Deutsch ist für mich eine Fremdsprache. Allerdings komme ich sehr gut durch. Ich kann Sachverhalte zutreffend beschreiben und prägnant Meinungen äussern. Hin und wieder schleicht sich ein kleiner Fehler ein. Doch meine Zuschauer und Zuhörer empfinden es eher als eine Bereicherung. Zudem kann ich gut mit Begriffen aus einigen anderen Sprachen umgehen, die bei internationalen Themen oft von großer Bedeutung sind.



Die Konkurrenz Peer Steinbrück schlage ich mit links. Er ist ein deutscher Politiker. Er muss stets Rücksicht auf die Genossen im eigenen Lager nehmen. Jedes Wort muss er auf die Goldwaage legen. Dient es meinen politischen Ambitionen? Kann es eines Tages gegen mich verwendet werden? Verspreche ich vielleicht etwas, das ich später als möglicher Kanzler gar nicht einhalten kann? Lauter Einschränkungen und Hemmnisse! Mit einem solch schweren Ballast lässt sich eigentlich keine richtig gute Rede halten.

Ich dagegen bin ein freier Mensch. Ich kann sagen, was ich will. Ich werde dafür bezahlt, harte Kritik zu üben. Die Zielscheibe kann ich mir selber aussuchen. Meine Aussagen ärgern gelegentlich Leute in allen politischen Lagern. Das ist mir aber egal. Hauptsache meine Thesen werden gut begründet, sachlich vorgetragen und spanned dargestellt. Hierzu benutze ich viele Schlagzeilen und Illustrationen aus aller Welt, die Sie als meine Leser teilweise kennen. Peer Steinbrück kommt da nicht mit. Die Hälfte würde er gar nicht verstehen. Er kann nicht mal (so wie ich) von rechts nach links lesen!

Bei der Wirtschaftskompetenz übrigens hinke ich auch nicht hinterher. Finanzminister war ich zwar nicht. Doch ich habe an zig Briefings und Gesprächen mit Finanzministern, Bankern und Wirtschaftskapitänen teilgenommen. Mein Vorteil ist, dass ich gleich mehrere Finanzminister spielen kann - und das auch noch in verschiedenen Ländern! Das deutsche Finanzministerium in der Wilhelmstraße kenne ich übrigens von Innen - als Journalist, Beobachter und sogar als Nachbar. Ich wohne ja in direkter Nähe. Mit manchen Amtsinhabern habe ich ein Snack im Restaurant an der Ecke verzehrt. Kanzlerin Angela Merkel treff ich hin und wieder beim Einkaufen.

Mit der sprichwörtlichen Schlagfertigkeit von Peer Steinbrück kann ich ohne Weiters mithalten. Ich kann schnell reagieren und durch spontane, kurze Sätze mein Publikum auf Trapp halten. Zudem rede ich nie vom Papier. Ich schaue den Menschen in die Augen und und kommuniziere mit ihnen direkt. Ich lasse Zwischenfragen und kritische Anmerkungen zu, um das Verständnis zu erleichtern. Meine Zuhörer sind oft auch Mitwirkende. Wir tauschen Argumente aus. Das belebt den Vortrag und trägt zum Erfolg bei.

Unter uns kann ich Ihnen verraten, dass ich hin und wieder sehr lukrative Honorare bekomme. Es geht schon in die Tausende! (wovon allerdings das Finanzamt leider eine Kontrollmitteilung bekommt). Dennoch habe ich bisher den Rekord von Peer Steinbrück nicht geknackt. Mir wurde noch nie ein Honorar von 25,000 Euro für eine Plauderstunde in gemütlicher Atmosphäre angeboten. Wissen Sie vielleicht, woran das liegt? Hätten Sie eventuell Verbesserungsvorschläge? Sie können mich an dieser Stelle engagieren, damit wir bei einem einigermassen bescheidenen Honorar Fragen zum Thema Redekunst und Marketing in aller Offenheit besprechen.

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