Europa ehrt Europa: Friedensnobelpreis verpflichtet! / Nobel(esse) oblige / פרס נובל לשלום: העיקר המאמץ

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דניאל דגן - Den Friedensnobelpreis bekommt man kaum für den Frieden. Denn wo ist schon der Zustand Frieden wirklich zu finden? Unsere Welt ist seit je her von sehr viel Unfrieden oder gar Kriegen gekennzeichnet. Das gilt leider - und zwar in besonderem Mass - auch für den europäischen Kontinent.



Dennoch kann man von einer langen Periode der Stabilität und Ruhe reden, die in Europa seit dem zweiten Weltkrieg herrscht. Ganz friedlich war es und ist es nicht. Aber Frieden wird in diesem Zusammenhang als eine relative Situation gesehen. Es gab regionale Kriege, wie zum Beispiel im ehemaligen Jugoslawien. Es gab innere Konflikte, wie zum Beispiel in Irland. Es gibt viele Spannungen und Streit, die hin und wieder in Gewalt ausarten.

Europa ist zudem in mehreren bewaffneten Konflikten weit ausserhalb seiner Grenzen tief verwickelt. Zwar nicht als die Europäische Union per se (die ja über keine eigene Armee verfügt), wohl aber als ein politischer und wirtschaflicher Faktor, der das Geschehen auch in der Ferne zu beeinflussen versucht. Etwa in Libyen, in einigen afrikanischen Ländern, in Afghanistan und mehr. Bei diesen und anderen Auseinandersetzungen ist Krieg leider kein Fremdwort.

Diese und andere Betrachtungen zur Lage des Unfriedens bringen seit mehreren Tagen viele Medien zum Ausdruck. Einige grafische Beispiele sehen Sie oben. Der von mir formulierte gemeinsame Nenner lautet: Den Friedensnobelpreis bekommt man für eine gewisse, vom Nobelpreiskomittee zurecht oder zu unrecht unterstellte friedliche Verpflichtung und Gesinnung. Man bekommt ihn wohl auch für die bloße Absicht, Frieden zu schaffen. Schließlich bekommt man ihn im aktuellen Fall in der Erwartung, dass die Idee der europäischen Einheit nicht an der Eurokrise scheitern möge.

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