Revolution & Frustration in Arabien: ist der Westen an allem schuld? / US Cairo, Libya missions attacked / התקפות על נציגויות ארה“ב

Mathaba, Libya: was sucht der Westen bei uns? / Al Shorouk, Cairo: Hass auch in Ägypten / Al Ahram, Cairo: ...wo der kleine Mann zerdrückt wird / Al Masry Al Youm: ...und sein Geld aus der Tasche gezogen! / Al Mesryoon: Zensur wieder eingeführt / erbärmlicher Zustand Arabiens - hier in Syrien



דניאל דגן - Meine Kollegen in der arabischen Welt, aus der ich ja selbst komme, sind nicht immer einer Meinung mit mir. Wir streiten mal gerne. Natürlich nur verbal - in Printmedien, im Internet, im Radio und im Fernsehen. Sie können uns gerne einladen und eine heftige Diskussion hautnah erleben. Sie werden bestimmt gewinnen!



Einig sind wir uns allerdings immer darüber, dass wir uns gegenseitig helfen wollen. Bei dieser Hilfe geht es darum, die Zustände im Orient zu erklären und für ein westliches Publikum verständlich zu machen. Heute präsentiere ich wieder eine kleine Auswahl dieser authentischen, klaren Hilfestellung. Sie soll uns unter anderem erläutern, wieso und warum Araber in Ägypten und in Libyen westliche Missionen angreifen, obwohl ja Amerikaner und Europäer beide Länder massiv unterstützen.

  • Oben links sehen Sie, wie Libyen immer noch blutet. Dieses Portal von Arabern, die Ex-Diktator Gaddafi weiterhin verehren, zeichnet ein zerissenes Land, das Beute von westlichen Ländern wurde. Erdöl und andere Bodenschätze wären die eigentlichen Gründe für die Nato-Intervention gewesen. Profitgier kommt anstelle von Verbesserungen für die Menschen... diese Argumente kann man schlecht von der Hand weisen, oder?
  • Angriff auf eine amerikanische Einrichtung auch in Ägypten. Der Anlass ist - angeblich oder tatsächlich - Beleidigung des Propheten in einem Video, das im Westen verbreitet wird. Doch der Hintergrund ist bestimmt auch die Misere im Land und die allgemeine Unzufriedenheit. Islamisten suchen ein Ventil, um von den echten Problemen abzulenken.
  • Al Ahram verdeutlicht diese Probleme (dritte Zeichnung). Der kleine Mann hat keine Chance. Er wird buchstäblich an die Wand gedrängt. Wer auch immer die Dreckarbeit leistet - dahinter stehen reiche, mächtige Männer, die am Leid der Bevölkerung verdienen.
  • Teure Lebensmittel, schlechte medizinische Versorgung, zu wenig Wohnraum, Not und Verzweiflung... die Herrschenden dagegen leben in Saus und Braus... die Zeche zahlt der hilflose Bürger, der ständig bestohlen wird... (vierte Zeichnung)
  • Mit den neuen Freiheiten ist es so eine Sache. Bei zu viel Kritik gegen den Präsidenten wird man ins Gefängnis gesteckt. Das ist bereits eingetreten. Die Journalisten müssen mit der Schere im Kopf arbeiten. Haftstrafe droht!
  • Zum Schluss noch ein Blick nach Syrien, das den unerfreulichen Zustand der arabischen Welt bloßlegt. Präsident Bashar Assad ist wie einst Kaiser Nero. Er fidelt weiterhin, während sein Land brennt. Und was kommt danach? Das ist die große Frage. Die Erfahrungen in Libyen und Ägypten sind nicht gerade ermutigend.

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