Euro-Rettung: Wohin führt diese Reise? / Bond purchase plan won’t save Euro / איך להציל את האירו

Ta Nea: Troika (Gelb) als Bösegewicht / Balkan Chronicle: Flucht in den Freitod / ...oder lieber wieder Nationalwährungen einführen? / Eva Vázques in El País: Systemwechsel gegen Krise / Aujourd'hui, Paris: Steuerflucht für Reiche / FAZ : wohin führt die Reise?



דניאל דגן - Ich reise gerne in Europa und in der Welt. Von mir aus sollte der Euro nicht nur bleiben, sondern auf viele andere Länder ausgeweitet werden. Möglichst auch noch auf das benachbarte Afrika, auf den asiatischen Raum - überall! Übrigens auch auf Großbritannien, das seine ärgerliche Inselmentalität endlich aufgeben sollte. Eine gemeinsame Währung für alle spart den lästigen Geldumtausch, bei dem der Reisende ja immer verliert.



Aber es gibt ein großes ABER, auf das ich unbedingt verweisen muss: die gemeinsame Währung setzt bestimmte, gut funktionierende Mechanismen voraus, die für eine Angleichung der unterschiedlichen Volkswirtschaften sorgen. Beispielsweise gmeinsame Fiskal- und Haushaltspolitik. Beispielsweise annährend gleiche soziale Leistungen und Lebensbedingungen. Des weiteren auch noch ein gewisses Solidaritätsgefühl, das bisher (leider) nur im nationalen Rahmen existiert.

Die besagten Voraussetzungen sind in Europa nicht vorhanden. In einer Krisensituation - wie sie nun seit einigen Jahren besteht - wird dieser Umstand immer deutlicher. Die Staaten Europas sind eben nicht bereit oder nicht in der Lage, ihre wirtschafltiche und soziale Politik wirklich zu harmonisieren. Die Menschen in Europa sind im großen und ganzen nicht bereit oder nicht in der Lage, das Solidaritätsdenken eines Wohlfahrtsstaates auf den gesamten europäischen Raum auszudehnen.

Schauen sie was Ta Nea (oben links) zeigt: Politiker, die das griechische Schiff zu retten versuchen. Ihr Hauptproblem sind anscheinend die Auflagen der europäischen Troika, die in Athen als fremde Einmischung verstanden werden. Das ist ein krasses Beispiel, das sich täglich in vielen Presseorganen wiederholt. Die Griechen sind sauer auf ihre Retter... die anderen Europäer, allen voran die Deutschen, sind widerum auf die undankbaren Griechen wütend...

Es kommt auf die Wahrnehmung der Situation an. Auch die anderen Zeichnungen machen deutlich, wie unterschiedlich die Lage gesehen wird. Das sind Belege dafür, dass die bisherigen Rettungsversuche nicht die erhoffte Wirkung bringen. Ich stelle mich bereits darauf ein, an den Grenzen immer häufiger Geld umtauschen zu müssen. Nicht zuletzt bei Reisen in Länder, die heute noch der Eurozone angehören.

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