Demokraten zwischen Obama & Clinton: Was 2012 schief liegt, könnte 2016 gelingen…/ Job figures hamper Obama’s momentum / הפעם אובמה איכזב

I Own The World: Michelle spricht über Barack, Ann Romney über America / Gary Markstein in The Orange County Register: Clinton wieder IN / Kevin Siers in Charlotte Observer: noch wird Obama getragen / Patric Chappatte in New York Times: ...doch Clinton denk an 2016 / Jim Morin in Morning Sentinel: Obama will allein wirken / Town Hall: ...doch sein Auftritt war eher schwach



דניאל דגן - Wie Millionen Zuschauer in den USA und in aller Welt war ich auf die Rede von Barack Obama sehr gespannt, die er vor dem Parteitag der Demokraten hielt. Es sollte die Rede sein, die America für seine Kandidatur in eine zweite Amtszeit begeistert. Der große Meister des gesprochenen Wortes sollte sich selbst wieder toppen.



Es kam aber ganz anders. Natürlich redete Obama sehr klar und sehr gekonnt. Natürlich ist es ihm gelungen, die eigenen Anhänger wieder zu motivieren. Doch es war nicht die ausgezeichnete Leistung, die man von ihm erwartete. Das war nicht die redegewaltige Überzeugungsarbeit, die er nun so dringend braucht. Obama wirkte etwas müde und angeschlagen. Er konnte dem früheren Präsidenten Bill Clinton nicht das Wasser reichen, der einen Abend zuvor mit einer hervorragenden Ansprache glänzte.

Die vielen Gegner von Obama nutzen nun den relativ schwachen Auftritt des Präsidenten, um auf ihm herumzuhacken. Dafür haben sie täglich sehr gute Argumente, die aus der demokratischen Administration selbst kommen: stagnierende Wirtschaft, schlechte ökonomische Indikatoren, zunehmende Zahl von Menschen, die staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssen... fast scheint es so, dass Obama selbst den Mut verliert, gegen die schlechte Stimmung vorzugehen.

In den Karikaturen oben sehen Sie viel Clinton und etwas wenig Obama. Diese Auswahl habe ich nicht willkürlich getroffen. Sie reflektiert eine gewisse Tendenz, die auch in liberalen (also linken nach eruopäischem Sprachgebrauch) Medien deutlich wird: die Freunde von Obama sind ziemlich enttäuscht. Und sie blicken gerne auf die Amtszeit von Clinton zurück, als die Wirtschaft unter einem demokratischen Präsidenten gesund und robust war. Wirtschaft bestimmt bekanntlich die Wahlen, wie der berühmte Satz von Clinton lautet: It's the economy, stupid!

Obama ist keineswegs verloren. Noch hat er gute Chancen gegen den republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Doch er muss wieder glänzen. Und er muss vor allem bessere Zahlen und eine nach oben gerichtete Wirtschaftsentwicklung präsentieren. Dafür bleibt allerdings wenig Zeit. Bitter ist auch, dass Hillary Clinton (die dem Parteitag fern geblieben ist) sich insgeheim Hoffnung macht, bei den nächsten Wahlen 2016 anzutreten. Viele Kolumnisten deuten darauf hin, dass sich Hillary diese Option gerne offen hält.

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