US Wahlkampf: Hoffnungsträgerin Condoleezza Rice macht den Konservativen Mut / Condi at RNC: not just a brilliant speech / התפקיד הבא של קונדוליזה רייס

Wuerker in Politico: Parteitag im Zeichen des Sturm / ...verläuft turbulent / Chappatte in International Herald Tribune: ...wegen Isaac und internen Querelen / TAZ: romantisch ist es auch / Haitzinger in TZ , München: ...doch es geht vor allem um Geld / Washington Post: diese Frau ist die Hoffnungsträgerin



דניאל דגן - Sie ist hübsch. Sie ist erfolgreich. Sie ist hochintelligent und sprachgewandt. Sie beherrscht die feinen Töne der Politik, genauso wie sie am Klavier für musikalischen Genuss sorgen kann: Condoleezza Rice.



Eigentlich sollte man meinen: was sucht diese Frau bei dieser republikanischen Partei, die aus europäischer Sicht erzkonservativ und rückwärtsgewannt daherkommt? Was sucht eine Schwarze im Club von Weissen, die in ihren Reihen so viele Anhänger mit sehr negativer Einstellung zu Afroamerikanern haben? Was sucht Condoleezza bei der großen Veranstaltung in Tampa, die vom Sturm Isaac sowie von internen Querelen gebeutelt wird?

Die Antwort ist sehr amerikanisch. Sie lautet: in America ticken die Uhren anders als auf dem alten Kontinent. Der viel zitierte American Dream ist auch für viele Schwarze Realtität geworden. Manche erfolgreiche unter ihnen - Condoleezza gehört dazu - sehen in ursprünglichen amerikanischen Werten die Heilung für die Probleme des riesigen Landes. Eigeninitiative und Eigenverantwortung statt Umarmung und Versorgung durch den Staat. Der einzelne ist für sein Schicksal zuständig - nicht die Gemeinschaft.

Auch in der Aussenpolitik vertritt Condoleezza Rice eine klare, konservative Linie. Für sie ist die Stärke der Supermacht der Schlüssel. Und sie warnt vor den Gefahren, die (ihrer Meinung nach) mit der illusionären Aussenpolitik des jetzigen Präsidenten verbunden sind. Sie sieht ihr Land durch so manche Initiative von Barack Obama geschwächt - etwa in seiner Haltung zur arabischen und muslimischen Welt. Das gefährdet ihres Erachtens die Stellung der USA in der Welt.

Condoleezza Rice bringt Hoffnung für eine Partei, die nach dem langen internen Wahlkampf um die Nominierung noch sehr zerstritten ist. In ihrer Person und in ihrem Auftritt steht sie gleich für zwei wichtige Wählergruppen, die die Republikaner bisher kaum oder nicht ausreichen unterstützen. Nämlich die Schwarzen und die Frauen.

Condoleezza bin ich mehrer Male in Israel und in den USA begegnet und war immer sehr beeindruckt. Diese Frau hat das Zeug, das Rennen um das weiße Haus stark zu beeinflussen. Bei einem Erfolg von Mitt Romney könnte sie eine wichtige Position in seinem Kabinett besetzen und an der Gestaltung der Politik aktiv, kompetent und charmant mitwirken.

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