Chemische Waffen in Syrien: alles unter Kontrolle? / Obama warns Assad over chemical weapons / הנשק הכימי בסוריה

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דניאל דגן - Syrien verfügt bekanntlich über ein großes Arsenal von chemischen Waffen. Bisher hat sich Präsident Bashar Assad in dieser Hinsicht verantwortlich gezeigt. Er sorgte dafür, dass die gefährlichen Substanzen gut überwacht werden. Er hat Vorkehrungen getroffen, damit keine Mischung von Stoffen entsteht, die eine Vergiftung auslösen kann.



Doch Assad ist in Bedrängnis. In seinem eigenen Lager gibt es Scharfmacher, die den Einsatz der chemischen Waffen gegen die Rebellen nicht ausschließen. Zudem könnte es zum Machtverlust und zur Verzweiflung kommen. In einer solchen Situation bleibt alles offen. Assad (Arabisch: der Löwe) würde sich womöglich wie ein verletztes Tier verhalten, das die Umgebung mit in den Tod reißt.

Eine weitere Gefahr lauert aus dem Iran - der wichtigste Verbündete von Assad in der Region. Der Iran drängt bereits darauf, Teile des chemischen Arsenals an die Hisbollah weiterzugeben. Das ist die schiitische Organisation im Libanon, die praktisch als Handlanger von Tehran dient. Eine solche Entwicklung würde eine unmittelbare Bedrohung nicht nur für den Libanon, sondern auch für die Nachbarstaaten Jordanien und Israel bedeuten. Nicht zuletzt wäre es auch für die Türkei nicht akzeptabel.

Die Sorge um den Verbleib der syrischen chemischen Waffen vereinigt heute Araber, Türken und Israelis. Auf verschiedenen Kanälen laufen bereits Gespräche, wie man mit dem Problem umgeht. Klar ist dabei: Man kann weder eine unkontrollierte Lagerung der Waffen in Syrien noch eine Weitergabe an die Hisbollah hinnehmen. In beiden Fällen - wenn sie eintreten - müssten die benannten Staaten reagieren.

Diese Situation bewirkt eine gewisse, vorsichtige Annährung zwischen Israel und der Türkei. Das Verhältnis zwischen beiden Staaten ist getrübt, seitdem vor zwei Jahren Jihadisten und ihre westlichen Helfer die gewaltsame, sogenannte Gaza Flotilla organisiert haben., die bekanntlich ein Verstoß gegen internationales Recht darstellte. Eine Zusammenarbeit zwischen Ankara und Jerusalem wäre heute ganz besonders angebracht, um die Gefahr durch chemische Waffen zu bannen.

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