Bonität Deutschlands: nun muss der Retter gerettet werden! / Moody’s downgrades Germany’s outlook / אפילו הגרמנים בצרות

Rhein Zeitung: Griechenland zieht alle runter / FAZ sowie Politically Incorrect: wie stark ist noch Deutschland? / Handeslblatt: ...nicht mehr so sehr / Financial Times: die Chinesen kommen! / Heng in International Herald Tribune: ...und verdrängen die anderen / The Age, Australien: mit Geld vernünftig umgehen



דניאל דגן - In Europa ist es ähnlich wie in meinem Land Israel: der Zug fährt in die falsche Richtung. Man versucht immer wieder, durch kleine Korrekturen eine Anpassung zu finden. Doch niemand ist da, der einmal richtig auf den Tisch haut und sich durchsetzt. Man unternimmt nicht den eigentlichen Schritt, der richtig und selbstverständlich ist. Man steuert nicht um!



Ich rede von der Wirtschaft. In Israel wie auch in Europa tragen immer schmalere Schultern eine riesige Last. In Israel ist es der Sozialstaat, der zu kollabieren droht, weil ihn zu wenig arbeitende Menschen durch Fleiß und Kreativität stützen. In Europa sind es die "noch gesunden" Volkswirtschaften, die für schwache Länder in der Eurozone immer wieder einspringen müssen. In beiden Fällen werden auch die Starken immer weniger stark. Bald werden sie nur noch auf Krücken gehen.

Die Bonität Deutschlands wird nun in Frage gestellt. Das war vorauszusehen! Dafür braucht man kein schlauer Ökonom zu sein. Das hat mit der menschlichen Natur zu tun. Die Griechen haben einen gewissen Schuldenerlass bekommen. An diesen Zustand haben sie sich schnell gewöhnt und wollen noch mehr Schuldenerlass. Inzwischen wurden auch die Spanier angesteckt... und bald vielleicht auch die Italiener... und womöglich die Franzosen, die ihre kranke Autoindustrie nur noch mit Staatssubventionen erhalten können...

Um aus der Misere wieder rauszukommen muss man an ganz einfache Wahrheiten erinnern. Die Aussagen hier werden (der Reihe nach) durch die Schlagzeilen und Zeichnungen oben illustriert.

Erstens: jeder muss Verantwortung für sich selbst tragen. Eben auch für die Schulden, die er oder sie angehäuft haben. Das griechische Schiff wird nicht versinken, wenn Athen dieses Prinzip anwendet.

Zweitens: jeder Staat ist gefährdet, wenn er überbelastet wird. Das gilt nun mal auch für Deutschland, dessen Kräfte begrenzt sind.

Drittens: vergessen wir bitte die Konkurrenz nicht! vergessen wir vor allem nicht China, das ganz gezielt und agressiv Marktanteile erobert und im direkten Wettbewerb zu Europa steht! An dieser Realität führt kein Weg vorbei!

Viertens: das wenige Geld, das einem übrig bleibt, muss man bedacht investieren. Das gilt auch für Staaten. Man darf Nichtstun nicht subventionieren. Man kann nicht Schulden von anderen übernehmen. Somit sind wir beim ersten, oben genannten Prinzip der Eigenverantwortung.

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Homer zur Euro-Odyssee: Bürgschaft bringt Unheil! / Ἐγγύα, πάρα δ᾽ ἄτα

AAAua Frankreich: das tut aber weh! / AAAïe!

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