Eurobonds? Noch ein Rettungsschirm? Nein, danke! / Eurobonds & burden-sharing: a good way NOT to take responsibilty for national debt / כך לא לוקחים אחריות

Griechenland Urlaub Blog: so schön ist unser Land / Corriere dela Sera: Sandburgen / letzter Aufruf an Merkel  / Staino in L'Unita: Finanzmärkte oder Windmühlen? / Handelsblatt sowie TAZ: Eiszeit... griecht Euch... / Al Watan, Katar: Leitwährung Dollar



דניאל דגן -  Jeder weiß: so wie bisher wird es in Europa nicht weitergehen. Von Rettungsschirm zu Rettungsschirm verliert der Euro an Glaubwürdigkeit. Zwischenlösungen sind nicht mehr angemessen. Sie beheben die Grundprobleme nicht. Europa steht am Scheideweg. Entweder geht man zusammen - dann aber richtig, im Rahmen einer neugestalteten Union, die alle relevant wirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Bereiche umfasst. Oder man trennt sich freundschaftlich vom Euro (und gewissermassen auch vom europäischen Traum).



Die vom französischen Präsidenten François Hollande so vehement propagierte Idee von Eurobonds ist die allerschlechteste Zwischenlösung. Sie bedeutet im Klartext, dass Schuldner keine Verantwortung mehr für ihre Schulden tragen. Alles wird "verallgemeinert". Alles landet in irgendeinem europäischen Topf. Niemand fühlt sich zuständig. Bei einer solchen Situation gewinnen am meisten diejenigen, die sich bedenkenlos bedienen. Leistung wird bestraft. Auch die stärkeren Staaten - die immerhin einige Rettungsschirme aufspannen konnten - werden an Kraft verlieren. Selbst die Franzosen werden bis 70 (statt jetzt bis 60) arbeiten müssen, um die Verluste wieder wett zu machen.

  • Nehmen wir das Beispiel Griechenland. Oben links sehen Sie, wie schön das Leben dort mal war. Allerdings noch mit der eigenen Nationalwährung. Die Griechen mussten mit der Drachme wirtschaften. Keiner hat ihnen die Verantwortung für finanzielle und wirtschaftliche Ordnung abgenommen. Das hatte seine Vorteile.

  • Auf der nächsten Zeichnung besänftigt der italienische Ministerpräsident Mario Monti Landsleute am Meer, die den Sommer genießen wollen. Er redet die Lage schön... er baut ihnen Sandburgen... doch jeder weiß inzwischen, dass diese mit der Euro-Flut sehr bald einstürzen...

  • Nun macht Italien eine gemeinsame Front mit Frankreich, um Kanzlerin Angela Merkel unter Druck zu setzen. Eurobonds müssen unbedingt her! Die unüberhörbare Forderung wird von Hollande selbst am Brandenburger Tor in Berlin gestellt.

  • Auf der nächsten Zeichnung sehen Sie Bella Italia in Begleitung von Sancho Panza aus dem bekannten Roman Don Quijote. Dieser fragt die schöne Prinzessin, ob die Gefahr, die am Horizont lauert, die Finanzmärkte sind. "Kann sein, dass es Windmühlen sind", lautet die Antwort. Noch versucht man zu beruhigen...

  • Doch die Frage drängt Was nun, Europa? Diese stellt heute zum Beispiel das deutsche Handelsblatt, das eine Eiszeit für den Kontinent befürchtet. Selbst die sonst humorvolle TAZ wird bierernst und fordert mit Nachdruck: "Griecht Euch ein!"

  • Inzwischen ist viel Vertrauen verloren gegangen. Ein reiches Emirat wie Katar hat die Konsequenz gezogen. Sie setzt eher auf den Dollar als auf den Euro, der sich in der roten Gefahrzone befindet.

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