Bürgerkrieg in Syrien: der Blick von Innen / UN blames Syria for peace plan failure / סוריה בעיניים סוריות

Fathi Abul Ezz in Al Ahram, Cairo: Syrien als Gefängnis / Starvo in Al Balad, Libanon: es ist 5 vor 12! / Al Watan sowie Champress, Damascus: globaler Krieg gegen Syrien / Syria Today: Opposition ja - aber kein Extremismus / Tishreen: Händler saugen das Volk aus / Händler streiten



דניאל דגן - Der Bürgerkrieg in Syrien beschäftigt die arabische Welt immer intensiver. Wie bereits im Westen wird auch hier die Kritik zunehmend schärfer, dass Präsident Bashar Assad gegen die eigene Bevölkerung kämpft und Massaker anordnet oder zumindest duldet. Wie gehen die Menschen in Syrien damit um, die das Regime immer noch unterstützen? Wie reagieren die staatlichen Medien?



Die erste, wichtige Beobachtung: die schlimme Situation ist den Menschen im Lande bekannt. Viele von ihnen haben Zugang zum Internet und zu ausländischen Medien. Im Großen und Ganzen versucht das Regime nicht, die Lage zu beschönigen. Seine Taktik besteht darin, die Aufständischen für die Tötungen verantwortlich zu machen. In den offziellen Medien ist immer wieder von Terroristen die Rede, die das syrische Volk mit Hilfe von ausländischen Kräften angreifen.

Nun wurde der Ton verschärft. Seit einigen Tagen spricht das Regime von einem regelrechten "globalen Krieg" gegen Syrien. Beispiele für solche Schlagzeilen - in Arabisch und in Englisch - sehen Sie oben. Ansonsten lässt die politische Führung einen gewissen Raum für Kritik zu. Damit versucht sie, zumindest Teile der Zivilgesellschaft zu besänftigen. Ihr Motto lautet: die Opposition hat eine Chance, mehr Gewicht und Einfluss zu bekommen. Doch es ist absolut notwendig, auf Gewalt zu verzichten und sich von religiösen Fanatikern zu trennen.

Die letzten zwei Karikaturen oben drücken die äusserst schwierige wirtschaftliche Situation aus, die der anhaltende Krieg mitverursacht. Der Mann, der aus der Dose trinkt, wird als "Händler der Krisen" bezeichnet. Er nutzt die schlimme Lage aus, um das Geld der einfachen Menschen aufzusaugen. In der letzten Zeichnung sind zwei Händler zu sehen, die auf dem Rücken des kleinen Verbrauchers verdienen. Sie schieben sich gegenseitig die Schuld an der schnellen Verteuerung von Lebensmitteln zu. Ihr Opfer - der Vebraucher - steht dazwischen und versucht, die Gemüter zu beruhigen.

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