Der Islam und die Zugehörigkeit: wer gehört wohin? / Debate heats up over Islam in Germany / האם האיסלאם הוא חלק מגרמניה

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דניאל דגן - Als gebürtiger Ägypter bin ich in einer muslimischen Umgebung aufgewachsen. Ich mochte vieles an den Traditionen und an der Lebensart, denen ich als Kleinkind begegnet bin. Ich habe nichts gegen Muslime. Ich respektiere die muslimische Religion und wünsche von Herzen, dass sie eine zeitgerechte Auslegung findet, die sie für die Moderne fit macht. Das ist Voraussetzung für die Beendigung der jahrhunderte alten Konfrontation zwischen dem muslimisch geprägten Orient und dem christlich geprägten Westen.



Doch ich muss mich nicht in eine unglückliche Formulierung zwängen, was die Rolle des Islam angeht. Ich meine die Formulierung des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff, die nun wieder in aller Munde ist. Der Islam gehört zu Deutschland (oder zu Frankreich, oder Italien, oder Israel) muss ich und will ich nicht übernehmen. In mehreren Diskussionen wurde ich dazu aufgefordert. Ich habe darauf klipp und klar reagiert: Dieser Satz gehört Wulff. Mir gehört er nicht. Daher muss ich mich mit dieser problematischen Semantik eigentlich nicht befassen.

Inzwischen kann man allerdings feststellen, dass der Wulffsche Satz zu einer Lachnummer wird. Ein Beispiel von vielen sehen Sie oben. Dabei gibt es aus meiner Sicht viel Lärm um nichts. Bei dem wichtigen Thema Integration und friedliches Zusammenleben brauchen wir keine Stolpersteine in Form von provozierenden Worten. Wir brauchen praktische Lösungen für praktische Probleme. Insofern hat der neue Bundespräsident Joachim Gauck völlig recht, wenn er sich den Satz seines Vorgängers nicht zu eigen macht. Er darf und kann doch seine Formulierungen selbst wählen.

Zur Versachlichung der Diskussion will ich auf drei Punkte hinweisen:

  • Niemand tut dem Islam und der Integration gut, indem er oder sie die Realität in Europa unter den Teppich kehrt. Zur Realität gehört, dass bestimmte islamistische Gruppen gezielt und erfolgreich die Institutionen des Rechsstaates missbrauchen, um Hass zu schüren und Angst zu verbreiten.
  • Selbstkritik in der arabischen und muslimischen Welt muss endlich ernst genommen werden. In dieser Website bringe ich häufig illustrierte Beispiele für solche mutigen Asätze. Diese sollten von Europa und vom Westen gewürdigt und unterstützt werden. Nur so hat Fortschritt in der muslimischen Welt eine Chance.
  • Sogenannte "Menschenrechtsorganisationen", die Islamisten mit öffentlichen Geldern unterstützen, müssen intensiv beobachtet werden. Transparenz muss her. Es geht nicht an, dass Geld aus europäischen Kassen fließt, um Hass und Boycott gegen Israel zu unterstützen. Heute sind es überwiegend Juden, die unter der beschämenden Kampagne der Dämonisierung und Delegitimierung leiden. Morgen und übermorgen werden es auch Christen und Angehörige anderer Religionen sein.

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