Rekorddefizit… bankrotte Bank Bankia… dennoch: Bleiben Sie Spanien gewogen! / Spain crisis rocks Europe / ¡La crisis explicada en seis imágenes!

El Telégrafo sowie Rafaelgo: die Krise steckt an / Kap in La Vanguardia: Suche nach Verantwortlichen / ...konzentriert sich auf den politischen Gegner / Zulet in Las Provincias: Premier Rajoy und Parteifreund Rato bleiben nun auf Bankia sitzen / El Mundo: Griff zur Literatur / Sañudo in La Razón: seien Sie nett zu Spanien!



Geldinstitute werden von Experten geführt, die eigentlich von Finanzen viel verstehen. Solche Personen wissen bestimmt, wie man Geld verwaltet und wie man es zusammenhält oder gar vermehrt. Das sieht man an ihrem eigenen Privatvermögen, das ja ständig wächst. Wie kommt es also, dass die von den ausgewiesenen Experten geleiteten Banken Geld verlieren? SOOO viel Geld verlieren, dass nicht mal der Staat in der Lage ist, die Verluste zu übernehmen?



Auf der Suche nach einer Antwort habe ich heute spanische Medien konsultiert. Dem spanischen Staat droht ein Verlust von über 20 Milliarden Euro, weil er eine bankrotte Bank Namens Bankia übernommen hat. Diese Bank wurde bis vor wenigen Tagen von dem Experten Rodrigo Rato geleitet. Ein Unternehmer. Ein ehemaliger Wirtschaftsminister. Ein ehemaliger Manager im International Monetary Fund. Ein Mann mit vielen guten Referenzen!

Hier habe ich für Sie die Ergebnisse zusammengetragen:

  • Der griechische Tumor (oben links) hat nun auch Spanien erfasst. Die Türme von Bankia drohen einzustürzen. Anders gesehen - das Schiff Bankia versinkt. Doch keine Sorge! Rodrigo Rato schafft es, sich rechtzeitig, mit einem Rettungsring in Sicherheit zu bringen!
  • La Vanguardia zeigt uns, wie nun der Staat die Pleite untersucht. Mit einem Vergrößerungsglas werden die Schuldscheine gefunden, die schlaue Bänker hinterlassen haben.
  • Vize-Ministerpräsidentin Soraya Sáenz de Santamaría versucht, die Versager in der vorherigen, sozialistischen Regierung zu finden. Doch es sind Parteifreunde von Ministepräsident Mariano Rajoy, die in der Stadt Madrid und in Bankia die Verantwortung für die Rekorddefizite tragen.
  • Rajoy und Rodrigo Rato wollen gerne, dass die Europäische Union die nun staatlich gewordene Bankia aus der Misere holt. Doch das soll diskret bleiben. Das Fernsehen darf nicht zugelassen werden.
  • Der Chef der Tageszeitung El Mundo vergleicht Rajoy mit der literarischen Figur Cyrano. Einzelheiten dazu kann ich Ihnen nicht verraten. Der Artikel wird durch einen Paywall geschützt.
  • In La Razón bittet Sañudo darum, Spanien trotz Krise und Misere nett zu behandeln. Das sonnige Spanien ruft zum Verständnis für seine schwierige Lage auf. Bleiben Sie Spanien gewogen!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

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