Euro-Krise: sehen Sie hier, wie Hollande die Zeichen der Zeit verkennt! / Hollande ne parvient pas à reconnaître les singes de temps / איפה אתה חי, פרונסואה הולנד

Scott Stantis in Chicago Tribune: Europa zerfällt / L'Express: von der Krise gefangen / Le Point: die Zeit falsch gelesen / Nouvel Observateur: Wachstum ja, doch wie? / Libération: warum ist Europa wertlos? / Ouest France: 34 Minister! Kennt er sie überhaupt? / Financial Times: Eiszeit



דניאל דגן - Durch die Einführung von Eurobonds und anderen Mittel will der neue franzöische Präsident François Hollande die Schulden der einzelnen Länder in der Eurozone auf alle Teilnehmer der Währung verteilen. Eine scheinbar gute Idee. Sie könnte eventuell verhindern, dass der Euro zerfällt.



Doch Hollande verkennt die Realität. Verteilung der Schulden kann nur im Rahmen einer politischen und wirtschaftlichen Union funktionieren, die ihren Namen verdient. Also eine Union, in der die Finanzpolitik, die Sozialpolitik, die Steuerpolitik und eigentlich die gesamte wirtschaftliche Ordnung einheitlich gestaltet ist. Das will Europa nicht. Das will auch Frankreich nicht.

  • Wie Sie oben sehen (erstes Bild links) muss auch Hollande erkennen, dass Europa vom Zerfall bedroht ist.
  • Die Krise hat Hollande kalt erwischt. Sie kann seine Amtszeit vermasseln. Dabei hat er versprochen, die heile Welt vom Himmel zu holen!
  • Le Point bringt es auf den Punkt: es ist kein Witz mehr. Doch Hollande erkennt die Zeichen der Zeit nicht! Das sieht man hier überdeutlich.
  • Croissance ist das Schlagwort von Hollande. Inzwischen hat es Einzug in alle Sprachen Europas gefunden. Croissance heißt Wachstum. Wer kann schon dagegen sein?
  • Doch selbst die sozialistische Zeitung Libération äussert Zweifel. Europa taugt nicht mehr. Zufall oder Absicht - neben der Schlagzeile zur europäischen Krise ist eine Gurke abgebildet. Symbol für bürokratische Schikanen der Brüssler EU-Beamten. In entscheidenden Momenten haben sie sich mit der Größe der Gurken beschäftigt, statt die richtigen Weichen für eine Stabile Währung zu stellen. Beim Eintritt von Griechenland in die Eurozone haben sie nicht richtig hingeguckt...
  • Croissance im eigenen Land hat Hollande allerdings bereits geschaffen. Seine Regierung ist doppelt so GROß wie die erste Regierung von Amstvorgänger Nicolas Sarkozy. Dabei ist klar, dass dieses Wachstum keine Einnahmen bringt und neue Schulden verursacht.
  • Die Konsequenz ist laut Financial Times eine drohende Eiszeit zwischen den wichtigsten EU Partnern Frankreich und Deutschland. Mal schauen, wie sie sich heute abend beim EU-Gipfel begegnen. Zunächst auf dem roten Teppich. Dann aber bei harten Verhandlungen, die viel Konfliktstoff mit sich bringen.

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