Günter & die Unwahrheit: noch fehlt ein Grass-Geständnis zu seiner Einreise nach Israel / גראס נדרש להודות שקיבל אשרה על סמך הצהרה כוזבת



דניאל דגן - Auf das gegen ihn verhängte Einreiseverbot nach Israel hat Günter Grass sehr heftig reagiert. Auch ich habe zunächst das Einreiseverbot kritisiert. Meine Begründung: es trübt noch stärker als bisher den Blick von Grass auf die Gegebenheiten im Nahen und Mittleren Osten. Es kann seinen akuten Realitätsverlust nur noch vertiefen.



Doch es gibt ein neues, wichtiges Argument für ein Einreiseverbot. Es lautet: bei seinen früheren Besuchen in Israel, nämlich 1967 und 1971, muss Grass gelogen haben. Wie hier von mir erläutert musste Grass damals ein Visum beantragt und sehr präzise Fragen zu seiner Vergangenheit beantwortet haben. Welche Angaben hat Günter Grass gemacht? Hat er seine Unterschrift unter einem Dokument geleistet, das ganz bewusst Lügen enthielt?

In seiner unsachlichen, plakativen Reaktion - die einer schlimmen Hetze gleichkommt - hat Grass dieses Argument völlig unterschlagen. Grass beruft sich zwar auf Besuche in Israel. Doch es bleibt unerwähnt, dass er seine Gastgeber belogen hat. Mit keinem einzigen Wort geht Grass auf die hier an ihn gestellte Frage zu den Angaben ein, die er in seinem Visa-Antrag machte.

So geht es aber nicht. Grass der Lügner muss nun den Mut aufbringen, die Öffentlichkeit selbst über die damaligen Einreisen zu informieren. Sonst überlässt Grass diese Aufgabe dem israelischen Innenminsiter, der von ihm mit Stasi-Chef Erich Mielke verglichen wird. Ein Grass-Geständnis ist bestimmt besser als eine "Mielke-Recherche"!

Günter Grass hat sich als Schriftsteller etabliert, der die Moral gepachtet hat. Im Laufe der Jahre bekam sein Image mehrere Kratzer, die allesamt von Grass selbst verschuldet sind. Nun stellt der Nobepreisträger den jüdischen Staat als Inkarnation des Bösen dar. Ganz gezielt und bewusst. Ähnlich wie früher (als sich Grass freiwillig bei der SS gemeldet hat) "das internationale Judentum" dargestellt wurde.

Ich fordere Grass dazu auf, die Informationslücke zu schließen, die seine Israel-Reisen hinterlassen haben. Grass selbst hat daraus ein wichtiges Thema gemacht. Nun muss sich Grass dazu äussern.

Mehr zum Thema Grass und seine Hasstiraden gegen Israel:

Günter Grass & Achmadinedschad: Blechtrommel-Musik der Hetze gegen Juden

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