Romney fordert Obama heraus: Jetzt geht’s erst richtig los! / Santorum’s exit sets up REAL Obama-Romney battle / דו קרב רומני-אובמה; מי לנו, מי לצרינו

The Atlantic : Santorum räumt das Feld / Jeff Danziger in Huffington Post: Romney übt Schadensbegrenzung / Jim Morin in Miami Herald: ...und wird nun auch an Schwache und Arme denken / Washington Times: neue Chance für Republikaner! / Talking Points Memo: Obama zwar stärker / Wuerker in Politico: ...doch er muss seine Strategie neu definieren



Nun steht fest: Mitt Romney tritt gegen Barack Obama an. Der republikanische Bewerber für das mächtigste Amt der Welt hat sich in der eigenen Partei durchgesetzt. Sein ärgster Rivale Rick Santorum gab auf. Die anderen Gegner, die noch im Rennen bleiben, spielen praktisch keine Rolle mehr.



In vielen Kommentaren heißt es, dass Romney aufgrund der innerparteilichen Schlacht erheblich geschwächt wurde. Die Begründung lautet: Romney musste seine eigene Positionen leugnen. Früher galt er als ein moderater Kandidat der Mitte, der viele Wechselwähler gewinnen kann. Doch unter dem Druck des erzkonservativen Santorum musste Romney weit nach rechts rücken, um sich bei den Rerpublikanern beliebt zu machen.

Die Begründung ist zweifelsohne richtig. Die Schlussfolgerung aber ist falsch. Manche Kommentatoren geben der augenblicklichen Situation viel zu viel Gewicht. Sie verkennen den Umstand, dass es praktisch zwei separate Wahlkämpfe in den USA gibt. Zunächst der der Primaries, in dem die Kandidaten ihre Verbundenheit mit den Werten ihrer jeweiligen Partei betonen müssen. Dann der zweite Wahlkampf, bei dem es in erster Linie um die Wähler der Mitte geht.

Der beste Beweis für meine These ist die Erfahrung des amtierenden Präsidenten Obama. Vor seiner Nominierung zum Kandidat der Demokraten lieferte er sich eine lange, bittere Schlammschlacht mit Hillary Clinton. Dabei hat er - musste er!!! - weit nach links rücken. So weit, dass er als Sozialist oder gar Kommunist beschimpft wurde. Die Republikaner haben genüßlich viele Zitate von Hillary Clinton gesammlet, die gegen Obama gerichtet waren.

Hat diese Entwicklung Obama geschadet? Nein, keineswegs. Bei dem eigentlichen Wahlkampf um den Einzug in das weiße Haus hat Obama den Ton geändert und neue Positionen bezogen. Er konnte sich erfolgreich darauf einstellen, dass die Wahl letztlich in der Mitte entschieden wird. Diese Lehre gilt heute für Mitt Romney. Ab heute ist er frei. Zudem hat er noch viel Zeit bis zur Wahl im November. Romney wird ganz bestimmt seine Freiheit nutzen, um durch angepasste Rhetorik die Herzen der Amerikaner zu gewinnen.

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