Günter Grass & Achmadinedschad: Blechtrommel-Musik der Hetze gegen Juden / Marcel Reich-Ranicki: This incitement against Jews scares / גינטר גראס הצליח; היהודים בגרמניה שוב מפחדים

Shlomo Cohen: Grass bekommt eine neue Trommel geschenkt / Altes und NEUES Deutschland / Gil Gibli in Globes, Tel Aviv: der neue Freund von Grass / Fernando Llera: ...der mit Hugo Chavez diese Pläne zu realisieren versucht



דניאל דגן - Bilder können sprechen. Die Bilder unten sprechen. Mein Kollege Shlomo Cohen (Israel Ha'yom) zeigt Günter Grass im Tandem-Lächeln mit dem iranischen Präsidenten Achmadinedschad, der zur Vernichtung des jüdischen Staates aufruft. Das ist leider die neue, billige Blechtrommel-Musik, die von Lübeck nach Jerusalem rüberkommt.



Günter Grass bedauert nichts. Günter Grass nimmt nichts zurück. Günter Grass bekräftigt seine "Kritik". Dazu passen am besten die Worte (unten) des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki, dessen starke Präsenz auf der intellektuellen Bühne Deutschlands möglicherweise die Hasstiraden von Günter Grass mitausgelöst haben.

Der Nobelpreisträger für Literatur will ja seine komplizierte, 60 Jahre verschwiegene Vergangenheit in der Nazi-Zeit "verarbeiten". Der deutsche und polnische Jude Reich-Ranicki ist für ihn eine ständige Provokation. Die Juden haben es geschafft, doch noch zu überleben... und mit Reich-Ranicki spielen sie sogar eine gewisse Rolle in Deutschland...

Hierzu der heutige Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung:

Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat sich erstmals zu dem umstrittenen Gedicht von Günter Grass „Was gesagt werden muss“ geäußert und den Nobelpreisträger scharf attackiert. Es sei „ein ekelhaftes Gedicht“, das politisch und literarisch wertlos sei, sagte Reich-Ranicki im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Grass stelle „die Welt auf den Kopf“. „Der Iran will Israel auslöschen, das kündigt der Präsident immer wieder an, und Günter Grass dichtet das Gegenteil“.

„Das ist eine Gemeinheit, so etwas zu publizieren“, sagte Reich-Ranicki, der am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, als Überlebender im Bundestag gesprochen hatte. „Außerdem ist es noch großer Unsinn. Israel ist schließlich selber im hohen Maße am Weltfrieden interessiert.“ Das Gedicht sei ein geplanter Schlag nicht nur gegen den „Judenstaat“, sondern gegen alle Juden. „Wenn Palästinenser oder Araber gegen Israel hetzen, ist das ja nichts Besonderes, aber wenn ein Günter Grass es tut und so scharf gegen die Juden vorgeht, dann ist das natürlich ein Ereignis“.

Das Gedicht, das so tue, als wolle es Klarheit schaffen, raune und arbeite mit Unterstellungen. „Grass wird immer undeutlich, wenn er etwas verschweigen will“. Reich-Ranicki betont, es gebe in Deutschland kein Tabu, Israel zu kritisieren. Grass habe durch diese Behauptung lediglich die Wirkung seines Gedichts steigern wollen. Dazu zähle auch, dass er das Gedicht absichtsvoll vor der Pessach-Feier, einem der wichtigsten Feste des Judentums, veröffentlicht habe. Die Behauptung des Schriftstellers, er sage klar, was gesagt werden müsse, widerlege das Gedicht. Günter Grass sei kein Antisemit, aber er spiele gezielt auf antisemitische Neigungen in Teilen der Bevölkerung an. Darum, sagte Reich-Ranicki, mache ihm das Gedicht auch Angst.

Lesen Sie bitte hier weiter:

Pessach-Fest 2012: so werden die Kinder Israels von modernen Plagen und Feinden à la Grass verschont

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