Elsa Fornero lehrt die Italiener das Fürchten / Italy launches sweeping reforms / עבודה איטלקית מודרנית

Panorama: die Frau, die Italien verändert / Stiefel in grün / La Repubblica: Arbeitsmarktreform in aller Munde / Ellekappa: ...mit Verlust an Rechten für Arbeitnehmer / Giannelli in Corriere della Sera: reich und arm / Vlanhovic in De Volkskrant, Holland: Illusion EU-Rettung



דניאל דגן - Schauen Sie sich diese Frau an: sie heißt Elsa Fornero. Sie ist die gefürchteste Frau von Millionen Arbeitnehmern in Italien, die um ihre Jobs bangen. Zugleich ist sie aber jedoch die letzte Hoffnung Italiens. Ohne durchgreifende Reformen auf dem Arbeitsmarkt und im sozialen Bereich hat das Land keine Chance, seine Finanzen wieder in Ordnung zu bringen.



 

  • Noch lacht Elsa Fornero, wenn sie ihre Vorschläge zur Umgestaltung der Arbeitswelt in Italien vorlegt. Immerhin 79 Seiten! Ein Kernstück der Reform: Arbeitnehmer können aus disziplinarischen oder wirtschaftlichen Gründen leichter als bisher entlassen werden. Die absolute Sicherheit, die viele Beamte und Angestellte noch genießen, wird der Vergangenheit angehören.
  • Natürlich wird diese Maßnahme mit Modernisierung verbunden, die die italienische Wirtschaft braucht, um die harte Konkurrez zu bestehen. Ein wichtiger Teil davon sind Innovationen und Investitionen in der sogenannten "grünen Wirtschaft". Der italienische Stiefel bekommt eine neue Farbe.
  • Wie hier La Repubblica berichtet sind die neuen Maßnahmen die Aufmacher in vielen Zeitungen. Die Regierung versucht zu beruhigen und verspricht, dass die Einkommen nicht angetastet werden... doch viele Menschen haben Zweifel und Ängste.
  • ...denn wie diese Karikatur besagt werden mit der Reform die Rechte der Arbeitnehmer schlicht und einfach verkauft. Keine schöne Perspektive für Menschen, die lebenslang Schutz vor Kündigungen genießen konnten.
  • Den Hintergrund der Sorge beleuchtet diese Statistik über die Schere zwischen Reichen und Armen, die neulich in Italien veröffentlicht wurde. Die zehn reichsten Italiener vefügen über soviel Einkommen und Vermögen wie die drei Millionen Ärmsten im Land!
  • Ohnehin steht fest, dass auch bei gelungener Reform Italien auf den europäischen Rettungsfond zugreifen muss, um in der Übergangszeit zahlungsfähig zu bleiben. Doch Zweifel sind erlaubt, ob dieser Fond dazu ausreicht, die drittgrößte Wirtschaft Europas aus der Misere zu holen.

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