Shaul Mofaz: ein gebürtiger Iraner will die Iran-Politik Israels bestimmen / A Jewish refugee from Iran may decide to attack his former homeland / פליט מאיראן בראש האופוזיציה

Amos Biederman in Ha'aretz: Vorwahlen in der Kadima-Partei / Moshik in Ma'ariv: auf die Plätze los! / Gil Gibli: so steht Tzipi Livni nun da / Shlomo Cohen: der Gewinner ist Mofaz / Kriegszenario: ...der sich mit diesem Thema befassen wird / Ronny Gordon in Jerusalem Post: ...sowie mit der Delegitimierung Israels durch UN-Gremien



דניאל דגן - Überall wird darüber spekuliert, dass Israel den Iran angreifen will oder soll oder muss oder wird - um das Atomprogramm der Ayatollahs zu beenden. Keiner von uns weiß, ob dieses Szenario tatsächlich eintritt. Die Entscheidung liegt bekanntlich bei der Regierung in Jerusalem, die zur Zeit von Benjamin Netanyahu geführt wird. Netanyahu wurde in Israel geboren. Seine Eltern stammen aus Polen.



Herausgefordert wird Netanyahu ab heute von Shaul Mofas, der neue Chef der Kadima - die größte Oppositionspartei Israels (die übrigens über einen Sitz mehr in der Knesset verfügt als die regierende Likud Partei). Der in Tehran geborene israelische Politiker Shaul Mofaz kennt den Iran gut. Wie eben ein gebürtiger Iraner. Sollte er bei den nächsten Parlamentswahlen gewinnen, wird er die israelische Haltung zum Iran bestimmen.

Ist es vorstellbar, dass ein Flüchtling aus dem Iran den Befehl gibt, seine alte Heimat anzugreifen? Ist es möglich, dass ein gebürtiger Tehraner Raketen und Bomben auf seine eigene Stadt lenkt? Allein schon dieser Gedanke lässt einen erzittern. Allein schon das macht es nach meiner Überzeugung unmöglich, dass Israel leichtsinnig handeln wird. Jeder Israeli versteht, was auf dem Spiel steht. Der iranische Israeli Shaul Mofaz erst recht.

Ich biete heute keine tiefgründige politische oder militärische Analyse an. Ich lenke Ihre Aufmerksamkeit auf einen Umstand, der in Europa weitgehend unbekannt ist. Nämlich die Tatsache, dass orientalische Juden die Politik Israels bereits heute weitgehend mitbestimmen. Dass sie natürlich berücksichtigen müssen (und es sicherlich auch tun), was ihre Entscheidungen in ihren alten, von ihnen geliebten Heimatländern bewirken.

Sie werden an dieser Stelle vielleicht fragen: hat Shaul Mofaz eine realistische Chance, Ministerpräsident Israels zu werden? Das kann keiner sagen. Doch eins ist ganz klar. Mofaz und viele andere jüdische Flüchtlinge aus dem Orient wirken heute an den Schaltstellen der Macht. Es ist eine ganz andere Realität als die, die in Europa rüberkommt. Es sollte allmählich für eine andere Sichtweise des andauernden Konflikts zwischen Israelis und Arabern sowie zwischen Israelis und Iranern sorgen.

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