Grafisch dargestellt: die krumme Haltung von Catherine Ashton / Tuerie de Toulouse: La campagne reprend sur un ton virulent / תגובות על טולוז; אשטון מתפתלת

Louison in Nouvel Observateur: Streit über "Nationale Einheit" / Burki in Courrier: Sarkozy unter Druck von Rechts / Kianoush: Angriff auf pluralistische Gesellschaft  / Ronny Gordon in Jerusalem Post : ...wird von Ashton verzerrt dargestellt / ...wobei sie zu Raketen-Terror schweigt / Shlomo Cohen: ...und in Erklärungsnot gerät



דניאל דגן - Ein spektakulärer Terroranschlag hat natürlich politische Auswirkungen. Eine Krisensituation entsteht. Die Stimmung ändert sich schnell. Für eine Weile wird die Bühne nur noch von einem einzigen Thema besetzt. Die Handlungen der politischen Akteure werden sehr intensiv beobachtet.



Dieser Umstand gilt besonders jetzt. In Frankreich wird bald gewählt. Es bleibt nicht aus, dass die Parteien die veränderte Lage sorgfältig analysieren und Konsequenzen daraus ziehen. Eine Debatte ist bereits im Gange, ob und wie die dramatischen Ereignisse für politische Vorteile missbraucht werden.

  • In der ersten Zeichnung von links wird die heftige Diskussion grafisch dargestellt. UMP, die Partei von Präsident Nicolas Sarkozy, beschuldigt die sozialistische Opposition, die Anschläge in Toulouse zu instrumentalisieren. Die Sozialisten versuchen angeblich, die Karte "Nationale Einheit" zu spielen. Linke Politiker reagieren scharf auf diese Anschuldigung.
  • Unabhängig davon befindet sich Sarkozy in der Zwickmühlle. Rechts von ihm geht die Front National auf Stimmenfang mit dem Thema innere Sicherheit und Immigration (zweite Karikatur). Der Präsident hätte angeblich zugelassen, dass Islamisten immer mehr freie Räume bekommen. Frankreich würde seine Werte aufgeben...
  • Der in Paris lebende iranische Künstler Ramezani Kianoush sieht die pluralistische Gesellschaft in Gefahr. In diesem und in anderen Werken mahnt er immer wieder eine Kultur der Toleranz an. Das tut er in bester französischen Tradition. Das Land hat ihm persönlich und vielen anderen ein neues Zuhause gegeben.
  • Unmoralisch verhält sich EU Aussenpolitikerin Catherine Ashton, die den Anschlag auf Kinder in einer Schule mit Selbstverteidiung gegen permanenten Raketen-Terror verglichen hat. Ronny Gordon zeigt uns, wie Ashton relativiert und wie sie die Realität bewusst übersieht.
  • Die ungeheuerliche Provokation von Ashton bringt sie in Schwierigkeiten. Sie hat etwas gesagt, dass wahrscheinlich ihre grundsätzliche, feindsellige Haltung Israel gegenüber reflektiert. Doch sie sieht ein, dass sie diesmal zu weit ging. Sie macht einen Rückzieher. Kollege Shlomo Cohen zeigt ihre krumme Haltung. Sie laviert. Sie windet sich. Vertrauenswürdiger wirkt sie dadurch keinesfalls.

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