Japan: Junge Hoffnung blüht für ewig / Young hopes bloom eternal / יפאן: אבל ותקווה

Die Woge: Inspiration für Künstler weltweit / Yuko Shimizu in Japan Times: Hoffnung! / Roger Dahl: Trauer und Aufbau / Yomiuri Shimbun: Solidarität wird auch so praktiziert



דניאל דגן - Heute vor einem Jahr wurde Japan gleichzeitig von drei großten Katastrophen heimgesucht. Die erste war ein wuchtiges Erdbeben. Die zweite war ein verherrender Tsunami. Die dritte war eine gefährliche Verseuchung der Umwelt durch die Zerstörung der Nuklearkraftwerke von Fukushima.



Zwei der benannten Ereignisse waren Naturkatastrophen, die sich von Menschen nicht beeinflussen lassen. Die dritte wurde praktisch von Menschen verursacht. Beim Bau von Fukushima hat man ganz bestimmt Gefahren übersehen oder verdrängt. Man ist ein hohes Risiko eingegangen. Man hat nicht die passenden Technologien eingesetzt. Und auch noch nach der Apokalypse hat man vertuscht und gelogen.

Die Konsequenzen aus dem Geschehen sind höchst umstritten. Deutschland will sich von der Kernenergie ganz verabschieden. Die meisten anderen Länder - allen voran Frankreich - forcieren geradezu den Ausbau von Atomkraft. Bei bestehenden Reaktoren werden neue Sicherheitsstandarts festgelegt. Und für die weitere Zukunft verspricht man sich die Entwicklung neuer Technologien, die die Nutzung der Kernenergie zuverlässiger und sicherer machen sollen.

Heute blicken wir nach Japan. Trauer bestimmt diesen Tag. Doch nicht nur Trauer. Auch viel Zuversicht ist zu spüren. Die Japaner rechnen mit unverantwortlichen Persönlichkeiten ab, die eklatant versagt haben. Auf ihre Art und Weise versuchen sie, einen neuen Anfang zu machen. Sie setzten auf die eigenen technologischen Errungenschaften, die ihrem Land bereits viel Wohlstand gebracht haben. Und sie finden Geborgenheit in ihren alten Traditionen. Die Hoffnung blüht ewig.

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