Obama und Israel: US Präsident unternimmt eine Kurskorrektur / Obama assures Israel of resolve on Iran / אובמה מתקן שגיאות

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דניאל דגן - Die Kritiker von Barack Obama in den USA sagen: unter diesem Präsident haben sich die Beziehungen zu Israel erheblich verschlechtert. Unter diesem Präsident hat der Iran viel bessere Chancen, ungestraft eine Atombombe zu produzieren und die Existenz des jüdischen Staates akut zu gefährden. Was ist dran an dieser Kritik?



In der Tat hat Obama zu Anfang seiner Amtszeit schwerwiegende Fehler im Orient begangen. Er wurde von Illusionen geleitet. Er hat den Eindruck erweckt, als ob er bereit sei, Islamisten auf Kosten Israels zu beschwichtigen. In seiner berühmten Rede an der Universität Al Azhar in meiner Geburtsstadt Cairo hat er die Geschichte völlig unzutreffend dargestellt, indem er das Existenzrecht des jüdischen Staates von der Shoa ableitete.

Diese falsche historische Darstellung hat in die Hände der Ayatollahs im Iran gespielt. Die religiösen Fanatiker behaupten ja, dass die Entstehung des jüdischen Staates eine direkte Folge der Shoa ist. Sie deuten an, dass Europa die Juden absichtlich verfolgte, um auf Kosten der Araber und Muslime eine Bastion des Westens im Nahen Osten zu schaffen. Das gibt ihnen die Berechtigung, Israel als Fremdkörper zu bezeichnen und mit der Vernichtung dieses Staates zu drohen.

Die geschichtliche Wahrheit ist: Israel wurde nicht WEGEN sondern TROTZ der Shoa gegründet. Die Shoa hat fast verhindert, dass der jüdische Staat wieder entstehen konnte. Zudem wurden Juden im arabischen und muslimischen Raum viele Jahrhunderte verfolgt und letztendlich fast vollständig vertrieben. Die Hälfte der in Israel lebenden Juden sind Flüchtlinge (oder ihre Nachkommen), die eben aus diesem Raum kommen.X

Der hier beschriebene Fehler von Obama in Bezug auf Israel ist nur schwer zu korrigieren. Doch möglich ist es schon. Es setzt allerdings voraus, dass die Juden selbst und der Staat Israel neue Akzente setzen und ihre Eigene Geschichte sachlicher und wahrhaftiger darstellen. Die intensive Beschäftigung mit der Shoa ist richtig und völlig verständlich. Doch sie darf nicht den Blick auf historische Wahrheiten versperren.

Zur historischen Wahrheit gehört: ein jüdischer Staat existierte bereits vor über 2000 Jahren. Die Grundlage und die Berechtigung für den modernen jüdischen Staat ist eben diese Geschichte, die ja mit der Sehnsucht von vielen Generationen zur Rückkehr in die alte Heimat verbunden ist. Juden haben immer im Lande Israel gelebt. Auch während der Diaspora. In Jerusalem stellten Juden die Mehrheit der Bevölkerung dar auch bevor Israel wiederentstanden ist.

Obama unternimmt eine Kurskorrektur. Er lernt dazu. Er weiß nun mehr über den geschichtlichen Hintergrund der Entstehung Israels. Er setzt sich - wenn auch noch viel zu wenig! - mit dem Schicksal der Juden im Orient auseinander. Er stärkt Israel. Er bejaht das natürliche Recht der Juden auf Selbstverteidigung. Er sagt wiederholt, dass er alles erdenkliche und mögliche tun wird, um eine Atombombe in den Händen des Iran zu verhindern. Ich persönlich glaube, dass Obama es ehrlich meint.

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