Der alt-neue Berliner Zauber von Romeo und Julia / Staatsballett Berlin Premiere: William Shakespeare’s Romeo and Juliet / רומיאו ויוליה קמו לתחייה בברלין

Romeo und Julia: glänzende Premiere in der Deutschen Oper Berlin (Fotos: Bettina Stöß)



Spannung von Anfang bis Ende bietet das Staatsballett Berlin bei der Wiederaufnahme des Klassikers "Romeo und Julia" nach einer Choreographie von John Cranko.



Bedingt durch Krankheit gab es im letzten Moment eine Besetzungsänderung der Julia und des Romeo. Und so musste sich Romeo in den ersten Szenen noch etwas warmtanzen, bevor er dann in Ausdruck und tänzerischer Leistung noch sehr stark wurde.

Seine Julia war von Anbeginn zauberhaft.  So leicht wie eine Feder schwebte sie über die Bühne und war ganz junges Mädchen und Unschuld. Ihre sehr grazile Figur und das Kindchenkleid unterstrichen noch diesen Eindruck.

Im Cors de Ballett hatte Vladimir Malakhov - der natürlich auch zur Premiere erschienen war - schon vor Jahren strenge Diziplin eingefordert. So tanzten sie sehr kontrolliert in wunderbar opulenten aber nicht überladenen Kostümen. Zusammen mit der eigenwilligen und mitreißenden Musik von Prokofieff wirkte ihr Auftritt in den meisten Szenen sehr stark.

Das Bühnenbild war klar und überwiegend in einem warmen Goldton gehalten, was mit der passenden Ausleuchtung ein schönes Licht auf  das Liebespaar warf. Auch die prächtigen Ballszenen bekamen eine eindrucksvolle Atmosphäre. Erst zum Ende wurde es dunkler und unheimlicher. Nach drei Stunden und zwei Pausen nahm das Schicksal seinen Lauf und der Tod der Helden kam immer näher.

Die Inszenierung setzt ganz auf Gefühl und Ausdruck seiner Hauptakteure. Die Einstudierung und damit der Einfluss von Georgette Tsinguiries (der ehemaligen Assistentin Crankos) ist nicht zu übersehen.

Für uns, die Zuschauer bleibt die Faszination Tanz und Shakespeare. Und natürlich die große Liebesgeschichte, die immer wieder bewegt.

Choreographie von John Cranko aus dem Jahr 1962 mit lang anhaltendem Schlußapplaus  und mehreren Vorhängen in der Deutschen Oper Berlin aufgeführt. Romeo Marian Walter, Julia Iana Salenko

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