Eurokrise, Griechenland & Deutschland: Ihre heutige Aussensicht von Innen / Greek rescue still riddled with uncertainty / יוון, גרמניה וחבילת ההצלה

To Bhma, Athen: ja, wir leben bon... doch es gibt noch Fragen zu klären / Ta Nea: wer Solidarität & Rettung sucht / Ilias Markis in Kathimerini: ...der wird so erniedrigt! / Presseberichte: Griechenland soll an den Galgen / Financial Times Deutschland: Geld für schlechte Sicherheiten? Nicht mit uns!



דניאל דגן - Viele schlaue Politiker und Professoren erklären Ihnen die Krise um Griechenland mit vielen Zahlen. Ich könnte Sie auch mit einer Flut von Daten langweilen. Doch am Ende werden Sie nur Bahnhof verstehen.



Daher verlasse ich mich lieber auf Kollegen in Griechenland und in Deutschland. Da ich weder Grieche noch Deutscher bin, kann ich die Dinge von Aussen beobachten. Und trotzdem sehr nah dran sein. Das ist meine besondere Art, die ich oft auf diesen Seiten zeige. Das ist die Ihnen inzwischen bekannte Aussensicht von Innen.

Nun präsentiere ich die vorläufigen Ergebnisse. Von links nach rechts (ich mache es bald auch noch von rechts nach links, wenn ich für meine Leser, Zuhörer und Zuschauer in Israel - dann aber in Hebräisch - berichten werde):

  • Die Griechen haben bon gelebt! Das drückt sich darin aus, dass ältere Menschen gute Renten und Pensionen bekommen. Hinzu kommen viele Sonderzahlungen, die die europäische Troika zur Überwachung der griechischen Wirtschaft gar nicht überblickt. Übrigens bekommen immer noch viele Menschen Rente, obwohl sie gar nicht mehr am Leben sind. Also kann man weiterhin tanzen!
  • Doch es fehlen finanzielle Ressourcen, um den schönen Lebensstil zu erhalten. Die Zeit ist gekommen, nach einer weiteren Rettung zu suchen. Griechenland darf nicht untergehen (sagten immer wieder Angela Merkel und Nicolas Sarkozy!). Also schwimmt man zusammen, bis der nächste europäische Rettungsring auftaucht.
  • Nun aber machen die netten Partner in Europa Probleme. Sie stellen immer wieder neue Forderungen. Sie wollen Akteneinsicht erhalten. Sie versuchen sogar zu klären, ob der griechische Staat ernsthaft Steuer von den vielen Reichen im Lande erhebt. Die Griechen können nicht mehr erhobenen Hauptes gehen!
  • Ganz besonders hart ist Bundeskanzlerin Merkel. Die Griechen sagen ganz höflich und vorsichtig, dass einige Fragen noch zu klären sind. Doch Merkel sieht es nicht ein. Zu jedem konstruktiven Vorschlag sagt sie wiederholt Nein, Nein, Nein. Will sie etwa Griechenland am Galgen sehen?
  • Aus deutscher Sicht sieht die Realität ganz anders aus. Immer mehr Zugeständnisse an Griechenland und an die anderen Länder, die ihren Haushalt nicht in Ordnung bringen. Immer mehr Belastungen für den deutschen Steuerzahler. Nun soll es soweit kommen, dass europäische Zentralbanken ohne ausreichende Sicherheiten Geld anleihen. Genug ist Genug!

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