Mission in Syrien: Arabische Liga scheitert an Unglaubwürdigkeit / Arab League ends observer mission in Syria / סוריה: השליחות הכושלת של הליגה הערבית

Hermann in Tribune de Genève: wir vom Militär schützen die Protestierenden / Chappatte in International Herald Tribune: ...vor diesen gefährlichen Islamisten! / Cardow in Ottawa Citizen: Militäreinsatz in Syrien; Runderneuerung fällig! / Hasan Bleibel, Beirut: Lage (links) wird beobachtet (rechts) / Osama Hajjaj in Shihan News, Amman: ...und weiter beobachtet



דניאל דגן - Die Mission der arabischen Liga in Syrien war im Ansatz richtig. Wie an dieser Stelle mehrmals argumentiert und erläutert müssen die Araber selbst Verantwortung übernehmeng. Freiheit in Arabien können nur Araber herbeiführen. Amerikaner und Europäer können noch so viel über den sogenannten arabischen Frühling schwärmen - politsch wie auch poetisch. Doch es bleibt ausschließlich den Arabern überlassen, ihre Gesellschaften zu reformieren.



Nun aber kommt die herbe Enttäuschung. Die Mission der arabischen Liga in Syrien ist kläglich gescheitert. Viele Beobachter haben Syrien bereits verlassen. Andere bleiben in ihren Hotels in Damascus verschanzt. Vor allem in der arabischen Welt glaubt kaum jemand, dass die Beobachter in Syrien ernsthafte Arbeit leisteten und seriöse Ergebnisse vorlegen können. Warum?

Der Hauptgrund ist fehlende Glaubwürdigkeit. Es ging los mit der Besetzung der Mission. Die Leitung der Delegation wurde einem General übertragen, der im Sudan in Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung verstrickt ist. Das war bezeichnend. Denn die arabischen Staaten - leider alle arabischen Staaten - haben die Verbrechen im Sudan praktisch gedeckt.

Auch den anderen arabischen Aufpassern in Syrien begegnete man mit großer Skepsis. Das ist verständlich. Die Beobachter kommen aus Staaten, in denen es noch lange keine Freiheit gibt. Das gilt für die Monarchien am Golf, die letztes Jahr die sich anbahnende Revolution brutal (und mit stillschweigender Zustimmung des Westens) unterdrückt haben.

Es gilt selbst für Länder, die die Revolution hinter sich haben. Beispiel Tunesien. Die neue Freiheit hat Islamisten an die Macht gebracht, die Einschränkungen für Frauen durchzusetzen versuchen. Beispiel Ägypten. In Cairo (Sitz der arabischen Liga) herrscht weiterhin das Militär mit harter Hand. Und es lässt den Islamisten immer mehr freie Räume, um ungestört die Macht zu behalten.

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