Ist Romney bereits der Präsidentschaftskandidat? Nein, die Schinderei beginnt erst! / Gingrich’s big win extends GOP drama / ניוט גינגריץ‘ הביס את רומני

The Economist, London: Romney Favorit? / Aiken Standard, South Carolina: ...nein, das ist Schnee von gestern / Joel Pett in The State, Columbia: Newt Gingrich doziert / Kevin Siers in Charlotte Observer: ...und bekommt Unterstützung vom früheren Kandidaten Perry / John Cole in Beaufort Gazette: sein Versprechen zur Steuerentlastung ließ Romney scheitern / Stegelin in Charlton City Paper: apropos Kandidaten & Versprechungen; ausschneiden & aufbewahren!



דניאל דגן - Einige Redakteure der angesehenen Londoner Zeitschrift The Economist kenne ich persönlich. Sie sind schlau. Durch passende Fotos, Zeichnungen, Collagen und Schlagzeilen gelingt es ihnen immer wieder, vorausschauend zu berichten. Doch bei einer der letzten Covers wollten sie offenbar die Spekulation nicht zu weit treiben. Zwar haben sie vermutet, dass Mitt Romney der nächste Kandidat der Republikaner sein wird, der gegen Präsident Barack Obama ins Rennen geht. Doch sie waren nicht ganz sicher. Deswegen haben sie diese kühne Behauptung mit einem Fragezeichen versehen (erste Illustration von links)



Ein alter journalistischer Trick. Man weiß selber nicht, was passieren wird. Also fragt man den Leser! Ich kann nicht dementieren, dass auch ich diese Methode hin und wieder verwende. Doch in diesem bestimmten Fall war der ahnungslose Leser des Economist bestimmt nicht in der Lage zu wissen, ob Romney gewinnt oder nicht. Das konnten nur die Menschen im US Bundestaat South Carolina entscheiden. Und sie denken und fühlen viel konservativer als es den liberal orientierten Londoner Journalisten recht ist.

Aus der besagten Schlagzeile (und aus vielen anderen, die ähnlich formuliert waren) wurde inzwischen nichts. Letzte Nacht haben die Wähler in South Carolina alles wieder umgekrempelt. Der Wettbewerb in der republikanischen Partei ist ganz offen. Newt Gingrich könnte es doch noch schaffen. Er appeliert an die guten, alten Werte der Amerikaner: Harte Arbeit. Freier Markt. Eigenverantwortung. Weniger Geld an den Staat. Das kommt bei den Menschen gut an.

Und was machen jetzt die Redakteure vom Economist? Sie bedauern ihren Fauxpas gar nicht so sehr. Heute früh haben sie sich die nächste Schlagzeile ausgedacht, die den Primaries gewidmet sein wird. Und sie freuen sich klammheimlich über die Chance, ihre eigene Nachricht zu den Vorwahlen zu korrigieren. Sinngemäss lautet die neue Überschrift: Wahlkampf bei den Republikaner auf den Kopf gestellt! Die Schinderei beginnt!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Ich melde mich aus Iowa, um gleich über POST-Iowa zu berichten / USA Primaries: Post-Iowa Post

Welt-Sensation aus Großbritannien: KEINE News of the World mehr!

_________________________________

Please also follow us on Facebook & Twitter

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Anmelden