Die etwas andere Kreuzfahrt… vor der Küste der Malvinas… / Falkland: who is the real colonialist? / ספינת הפאר וההתנחלות סטנלי בשטח הכבוש פוקלנד

Mail: Falkland haben wir erobert... es gehört UNS! / Guardian: Willkommen ja - doch nur britische Siedler! / Argenfil: Malvinas war schon immer UNSER Land / La Nacion: Behauptungen von Cameron sind albern / Schrank in Independent London: Gespenst Zerfall; Großbritannien könnte bald auch Schottland verlieren!



דניאל דגן - Kreuzfahrten haben es in sich. Die riesigen Schiffe lassen uns in letzter Zeit ahnen, was so in der Welt schief läuft. Zunächst die Havarie vor der Küste Italiens, die den Zustand des Landes sowie ganz Europa dramatisch darstellen ließ. Und nun die bizarre Geschichte über die Weigerung der britischen Kolonie Falkland, kranke Passagiere einer Kreuzfahrt medizinisch zu versorgen.



Was hat sich zugetragen? Ein Kreuzfahrtschiff näherte sich dem Hafen der britischen Siedlung Stanley. Es war ein Teil der geplanten, im Voraus abgeschprochenen Route. Doch die Behörden im Kolonialgebiet haben den Einlauf verwehrt, weil sonst ihre medizinischen Einrichtungen angeblich überlastet worden wären... Beschreibungen des Vorfalls mit verschiedenen Akzenten finden sie bei Sydney Morning Herald oder Fox News oder auch (in Deutsch) im Focus .

Aus allen Berichten geht klar hervor: den Briten ging es gar nicht um die Kranken an Bord. Den Briten ging es um den Konflikt mit Argentinien. Das wurde deutlich unterstrichen, als am nächsten Tag Premier David Cameron in House of Commons den Anspruch seines Landes auf Falkland bekräftigte und Argentinien des Kolonialismus bezichtigte...

Großbritannien verteidigt den Erhalt seiner Kolonie im Südatlantik mit dem Argument, dass die Bewohner der Inselgruppe britisch bleiben wollen. Doch wer sind diese Bewohner? Überwiegend doch Engländer, die (irgendwann, und verstärkt seitdem auf Falkland Erdöl im großen Umfang gefunden wurde) als Siedler die Inseln besetzten. Das wollen die Südamerikaner keineswegs hinnehmen. Sie drohen mit Boycott von Schiffen aus dem umstrittenen Gebiet, das sie Malvinas nennen.

Was sagt die Aussenministerin der EU, die ausgerechnet aus Großbritannien kommt? Sie sagt gar nichts. Sie ist mit anderen Konflikten rund um den Globus beschäftigt. Sie predigt Moral und Völkerrecht anderswo. Die Überbleibsel des Kolonialismus ihres Landes interessieren Catherine Ashton nicht.

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