Italienische Reise: Havarie vor der Insel Giglio / Italy’s ‚Titanic‘ nightmare / אסון באיטליה: הישראלים מפגינים תושיה

Giglio Information: "eine Insel zu entdecken" / Teleflora: Giglio ist Lily auf Italienisch / Super Coloring: ursprünglicher Name bedeutet Insel der Ziegen (Griechisch) / Google Images: "vom Wasser umgeben"  / La Nazione, Il Giornale: mit Titanic verglichen / Or Reichert, Jerusalem: diese israelischen Passagiere konnten sich selbst retten



דניאל דגן - Mehrere Tote wurden bereits geborgen. Es gibt noch viele Vermisste. Die Rettungsmannschaften kämpfen verzweifelt um Uberlebende, die in ihren Kabinen eingeschlossen sind. Viele Fragen bleiben offen. Italienische Zeitungen vergleichen diese Havarie mit der Titanic.



Das verheerende Schiffsunglück wird uns noch Tage und Wochen beschäftigen. Wie kam es dazu? Wer trägt die Verantwortung? Wurde alles getan, um schnelle Hilfe zu leisten? Wie verhalten sich Menschen in solchen extremen Situationen? Kann man sich besser schützen, indem man bestimmte Regeln beachtet? Können wir nicht mehr tun, um die Bevölkerung auf Katastrophen bzw. Terroranschläge vorzubereiten?

Ich selbst habe an vielen Schiffsreisen teilgenommen, bei denen ich Gesprächsrunden leitete. Es war immer ein spannedes Erlebnis. Auf hoher See sind Menschen besonders offen. Sie sind eher als sonstwo bereit, sich mit neuen Ideen auseinanderzusetzen. Diese Feststellung stammt übrigens nicht von mir. Ich habe lediglich miterleben dürfen, worauf Johann Wolfgang von Goethe hingewiesen hat...

In seiner Italienische Reise bemerkte er noch in 1787: "Hat man sich nicht ringsum vom Meer umgeben gesehen, so hat man keinen Begriff von der Welt und von seinem Verhältnis zur Welt. Als Landschaftszeichner hat mir diese große, simple Linie ganz neue Gedanken gegeben..." Bekanntlich befand sich Goethe in italienischen Gewässern, als er diese Zeilen niedergeschriben hat.

Zweimal musste ich auf Schiffsreisen zittern. Einmal vor der Küste der Stadt Cairns in Australien. Ein schwerer Sturm hat unser Kreuzfahrtschiff aufgehalten und die Fahrt verzögert. Der Kapitän machte sich große Sorgen um unsere Sicherheit. Er befürchtete aber auch, dass wir die nächste Station verpassen - eine indonesische Insel, auf der Warane zu beobachten sind.

Auf einer anderen Reise konnte das Schiff längere Zeit den Hafen von Capetown nicht verlassen. Auch das war wetterbedingt. Die Winde waren zu stark. Der Kapitän wagte trotzdem die Ausfahrt. Spät in der Nacht wurden wir von einem heftigen Aufprall geweckt. Ein krasser Windstoß hatte das Schiff erfasst und gegen die Kaimauer gedrückt. Es wurde leicht beschädigt und musste für einen weiteren Tag unter dem Tafelberg vor Anker liegen. Ansonsten ist für uns alles glimpflich verlaufen.

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