AAAua Frankreich: das tut aber weh! / AAAïe! / S&P stripped France of top credit rating / צרפת איבדה את דירוג האשראי המושלם

Philippe Delestre in Est Republicain: Wachstum eingeklemmt! / 20 Minutes: AAAua (Französisch: AAAïe) / Louison in Nouvel Observateur: alle schießen auf Sarkozy / France Soir: ...der gegenüber dem Kandidat der Sozialisten dreifach im Nachteil ist / Libération: Narr Sarkozy angeblich am Ende seiner Herrschaft



דניאל דגן - Sie hätten dabei sein sollen, als Wirtschaftsminister François Baroin gestern abend im französischen Fernsehen versucht hat, die Herabstufung der Kreditwürdigkeit seines Landes runterzuspielen. Der Mann ist jung und eloquent. Er bringt gute Argumente. Er redet wie ein Wasserfall. Doch mit jedem neuen Satz legt er dem Zuschauer dar, dass seine These völlig falsch ist. Natürlich ist der Verlust für Frankreich sehr schmerzhaft. Natürlich hat er weitreichende Konsequenzen - wirtschaftlich wie auch politisch.



Frankreich ohne das dreifache A steht ganz anders da. Das können weder Barion noch sein Chef Nicolas Sarkozy wegdiskutieren. Zumal nicht in diesem Jahr. Genau in hundert Tagen wird in Frankreich die erste Runde der Präsidentenwahl stattfinden. Das fehlende A in der bis gestern noch gehaltenen Bestnote für den Musterschüler Frankreich ist eine dramatische Entwicklung, die durch die politischen Kontrahenten von Sarkozy genüßlich ausgeschlachtet wird.

Was war also der Fehler von Barion? Sein Fehler war, den Franzosen nicht die volle Wahrheit zu sagen. Die Wahrheit lautet: der Sozialstaat Frankreich lebt seit langem über seine Verhältnisse. Schönfärberei wird absolut nichts bringen. Frankreich muss sein dichtes Sozialnetz schnellstens reformieren. Es muss die Ausgaben für diverse staatliche Leistungen und Geschenke drastisch kürzen. Was bisher getan wurde reicht bei weitem nicht aus! Le Figaro warnt: es dauert 10 bis 20 Jahre, die beste Bonität zurück zu gewinnen!

Der Witz an der ganzen Angelegenheit: Nicolas Sarkozy sowie seine Partei und die von ihm geführte Regierung tun immerhin etwas, um die Staatsausgaben zu drosseln. Sie sind praktisch die einzigen wichtigen politischen Akteure, die das ernsthaft fordern. Doch leider haben sie Angst vor der eigenen Courage. Immer wieder bekommen sie kalte Füße. Sie gehen einen Schritt nach vorne und dann wieder zwei Schritte zurück. So ist kein Staat zu machen!

Alle anderen wichtigen Politiker Frankreichs verhalten sich höchst unverantwortlich. Sie fordern, dass der Staat noch mehr als bisher verschenkt und großzügig verteilt. Sie fordern beispielsweise, dass Frankreich die heilige Institution "Rente mit 60" ewig beibehält. Sie scheinen auch in anderen Bereichen an Realitätsverlust zu leiden.

Sie glauben mir nicht? Ich zeige es Ihnen! Ich beweise es durch Texte und Illustrationen, die Ihnen das richtige Bild von Frankreich vermitteln. Lesen Sie bitte gleich unten weiter!

Frankreich spart sich kaputt: Rentenalter 62 bereits ab 2017! / La rigueur à la française: La retraite à 62 ans avancée à 2017

Der Spiegel & ich behaupten: Geld regiert die Welt (einschließlich der Eurozone!) / In the Euro-Zone & beyond: Money makes the world go round

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