Wir schreiben das Jahr 2012: Nichts Neues unter der Sonne / The more things change, the more they stay the same / אין חדש תחת השמש

Ari Pikat in Der Spiegel : Bösewichte lauern / Shlomo Cohen in Israel Ha'yom: 2012 kommt! / Juxtapoz: noch lacht es uns an / Or Reichert: hat sich was geändert? / Libération: Wahlen bald in Frankreich (& Deutschland & USA); wie heftig werden wir streiten? / Japan Times: Hauptsache nett sein!



דניאל דגן - In unterschiedlichen Kulturen gibt es bekanntlich ganz verschiedene Methoden der Zeitrechnung. Das ist schön. Es reflektiert die Vielfalt unserer komplexen Welt. Es hilft sehr, die eigene Indentität zu bewahren und jahrtausend alte Traditionen zu pflegen. Im Zeitalter der Globalisierung ist es für viele Menschen auch ein wichtiger Bezugspunkt zur Realität. Sie finden sich leichter zurecht und können sich auf die gewohnte Überlieferung verlassen.



Doch in praktischer Hinsicht hat sich der "allgemeine" Kalender durchgesetzt. Alle Welt feierte das neue Jahr 2012, weil danach der Tagesablauf weitgehend gestaltet wird. Das gilt auch für ferne Kulturen, die immer noch ganz andere Kalender verwenden. Gestern zeigte ich Ihnen, wie im muslimischen Land Syrien das neue Jahr begangen wird. Heute bringe ich Beispiele aus Israel und Japan.

In welchem Zustand wurde 2011 sozusagen "übergeben"? Nicht ganz befriedigend, wie ich bereits mehrfach feststellte. Doch es sollte uns nicht wundern. Für seine Bilanz des letzten Jahres benutzte Or Reichert einen alten Spruch, der König Salomon zugeschrieben wird: Nichts Neues unter der Sonne. Diese Aussage kann eigentlich immer gelten... Probleme von heute im Spiegel des alten Testaments...

In einer japanischen Zeitung wird dem neuen Jahr schlicht und einfach zugerufen: Be Nice! Das ist ebenfalls ein schöner Spruch. Der braucht allerdings eine Ergänzung. "Das Jahr" kann eigentlich nicht nett oder böse sein. Es sind die Menschen, die das kommende Jahr gut oder schlecht gestalten werden.

Wo auch immer wir wirken, müssen wir Menschen unsere unterschiedlichen Interessen und Anliegen in wohlgemeinter Zusammenarbeit und friedlicher Koexistenz ausgleichen. In allen Lebenslagen und in verschieden Situationen. Im kleinen wie auch im großen. Hierzu passt der alte Spruch von Axel Springer: Seid nett zueinander. Gutes neues Jahr 2012.

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