Was bringt das Jahr 2012 für Syrien? / Bloodshed in Syria continues as observers tour cities / סוריה בשנה החדשה

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דניאל דגן - Für uns alle beginnt das neue Jahr 2012 mit einer großen Portion Ungewissheit. Keiner weiß, was in den nächsten Wochen und Monaten geschieht. Für die Menschen in Syrien stimmt diese Aussage erst recht. Die Spannungen eskalieren. Die Demonstrationen werden immer blutiger. Ein Ausgleich zwischen dem Regime von Diktator Bashar Assad und der Oppostion ist äusserst unwahrscheinlich.



Dennoch begehen die Syrer das neue Jahr wie überall auf der Welt. In Damascus und in anderen Städten sind einige Feierlichkeiten geplant. Die Medien des Landes veröffentlichen Rückblicke und Ausblicke. Dabei sind die Wünsche für 2012 sehr unterschiedlich. Die Assad-Anhänger hoffen, dass Ruhe einkehrt und sich das System doch noch stabilisiert. Um das zu unterstreichen wiederholen sie ihre Offerte an die Protestbewegung, bei der Gestaltung von Reformen aktiv mitzumachen.

Die Opposition sieht die Lage ganz anders. Nach ihrer Überzeugung gibt es keine Chance für einen friedlichen Übergang zur Demokratie. Kompromisse sind nicht mehr möglich. Verhandlungen sind sinnlos. Assad muss weg. 2012 wird zwar die große Veränderung bringen - aber eben ohne die Machtdynastie, die das Land seit 40 Jahren mit harter Hand regiert.

Die Konfrontation ist dramatisch. Die herrschende Schicht um Diktator Assad muss fürchen, dass es bei einer Niederlage zu Racheaktionen kommt. Aus ihrer Sicht gesehen muss sie bis zum bitteren Ende kämpfen. In dieser verfahrenen Lage können Aussenseiter so gut wie nichts machen. Die Syrer selbst müssen einen Weg finden, den Abgang von Assad so zu organisieren, dass es ohne weiteres Blutvergießen geschieht. Möge es ihnen im kommenden Jahr gelingen.

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