Über die negativen Entwicklungen des Jahres… Optimismus ist alles! / In spite of this less favorable review of 2011… / הכוס חצי מלאה

Steve Bell in The Guardian, London: Deutschland über alles / Nave Corsara: Mauern um und in Europa / Frankfurter Rundschau: Terror künstlerisch dargestellt / Moshik in Ma'ariv: Putin unterdrückt Proteste  / Ronny Gordon in Jerusalem Post: die Glocke der Freiheit in Arabien / Vancouver Sun, Canada: die Atomambitionen des Iran



דניאל דגן - In letzter Zeit häufen sich bei mir Zuschriften, die den unbelehrbaren Optimist kritisieren, der ich offenbar bin. Es wird mir vorgeworfen, ständig zu beschönigen. Viele Leser sind vielleicht mit der eigenen Lebenssituation oder mit der Lage in Europa nicht zufrieden. Habe ich etwas unterschlagen?



Hier meine Vermutung: die andauernde Finanz- und Wirtschaftskrise verunsichert viele Menschen. Vor allem die ungewisse Zukunft der eigenen Währung, des Euro, bringt Zweifel mit sich. Das große europäische Projekt scheint zu wackeln. Das trägt zur pessimistischen Stimmung bei. Es gibt stärkere Tendenzen, den eigenen, nationalen Weg zu gehen. Angst macht sich breit.

Ich selbst habe aber regelmässig versucht, diese Entwicklungen im Spiegelbild der Medien zu beschreiben. Heute zeige ich wieder einige grafische Belege dafür, dass Europa und die Welt nicht ganz in Ordnung sind. Es gehört nun mal zur Realität, die auch Optimisten wie ich nicht verschweigen dürfen.

Schauen Sie sich die Illustrationen oben an. Die wohlgemeinten Bemühungen der Kanzlerin zur Rettung des Euro kommen bei manchen so an, als ob Deutschland kommandieren und beherrschen will. Mauern und Barrieren in Europa sind leider nicht weniger geworden. Weder zur arabischen Welt noch im eigenen Gebiet. Und an den Ostgrenzen der EU werden sie immer weiter ausgebaut.

Vor vier Monaten wurden wir an die Anschläge von New York erinnert. Zehn Jahre danach ist Terrorismus noch ein zentrales Thema. In Russland gibt es zwar Proteste gegen das autoritäre System von Putin. Doch der frühere und nächste Herrscher im Kreml wird sie schon in der Babuschka halten...

Der arabische Frühling hat sich zum grauen Winter gewandelt. Die angestrebte Demokratie bringt Führer und Kräfte an Schaltstellen der Macht, die alles andere als Gedanken der Freiheit hegen. Besonders für Frauen wird es vermutlich noch schlimmer als bisher. Und das Atomprogramm des Iran geht weiter und weiter und weiter...

Doch genug ist genug! Ich konnte erfolgreich die Argumente meiner Kritiker entkräften! Und ich kehre wieder zum gewohnten Optimismus zurück. Weil ich bei meiner These bleibe: Es liegt an den Menschen selbst, die Realität besser zu gestalten. Auch an jedem von uns ganz persönlich.

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