Konkret Interview zu Israel: „Die regionalen Aspekte des Konfliktes werden in Deutschland völlig mißachtet“ / ראיון בעתון השמאל הגרמני קונקרט



דניאל דגן - In einem Interview mit der linksorientierten Zeitschrift konkret beschäftigt sich Daniel Dagan mit dem Bild Israels in den deutschen Medien. Er stellt die These auf, dass Israel nicht wegen sondern trotz der Shoa gegründet wurde.

Konkret Interview mit Daniel Dagan

Mehr zum Thema Shoa und die Gründung des jüdischen Staates finden Sie auch hier.

Lesen Sie bitte auch diesen Beitrag:

Palästina aktuell: Die Show ist vorbei… nun reden wir über die Fakten… / UNRWA & UNHCR: compare their work and understand the Palestine problem Auszug:

Jordanien: 1920 wurde das ganze Gebiet von Palästina durch ein britisches Mandat, das vom Völkerbund vergeben wurde, für die Juden versprochen. Einen arabischen Staat gab es auf diesem Gebiet nicht. 1922 entschied Großbritannien, den östlichen Teil von Palästina an ein haschemitisches Königshaus aus Hijaz zu übergeben. So entstand Jordanien auf dem östlichen Gebiet Palästinas, das etwa 80 % der Gesamtfläche des Landes umfasst. Abbas ist es bestimmt nicht entgangen, dass über 80 % der Bevölkerung Jordaniens Palästinenser sind.

Gaza: in diesem Gebiet herrscht die arabisch-islamistische Organisation Hamas, die durch den Iran massiv beeinflusst und unterstützt wird. Der Gaza Streifen ist praktisch ein Staat für sich. Eine israelische Präsenz gibt es dort nicht – weder zivil noch militärisch. Allerdings beansprucht die Hamas Führung das ganze Gebiet von Palästina (zumindest westlich des Flusses Jordan) und schwört auf den bewaffneten Kampf, um den Staat Israel zu beseitigen.

West Bank: hier herrscht die palästinensische Authorität unter der Führung von Mahmoud Abbas, der nun eine Anerkennung als Staat verlangt. Die dominierende politische Kraft ist (noch) Fatah. Das völkerrechtlich umstrittene Gebiet wird militärisch von Israel kontrolliert, obwohl es dort bereits staatliche Institutionen der Palästinenser gibt (die aber bisher die Sicherheit nicht garantieren konnten). Etwa 300,000 Israelis leben in der West Bank. Die Fläche ihrer Siedlungen wird allerdings seit über zehn Jahren nicht mehr erweitert.

Der Staat Israel: im jüdischen Staat gibt es eine arabisch-palästinensische Minderheit von knapp 20 Prozent. Ein Teil dieser Minderheit fordert die Eliminierung der Identität des Staates als eine Heimat für das jüdische Volk. Die gesamte arabische Welt verlangt, dass palästinensische Flüchtlinge nach Israel zurückkehren. Der palästinensische Verhandlungsführer Saeb Erekat sagte hier klipp und klar, dass 7 Milionen Araber das Recht hätten, sich in Israel anzusiedeln. Nach dieser Vorstellung soll also der jüdische Staat zu einem weiteren arabischen Staat werden.

Flüchtlinge: Etwa eine Million Juden mussten im letzten Jahrhundert aus Arabien fliehen. Diese Flüchtlinge des arabisch-israelischen bzw. muslimisch-jüdischen Konflikts machen (mit ihren Nachkommen) die Hälfte der jüdischen Bevölkerung Israels aus. Etwa 600,000 Araber haben 1948 das Gebiet des Staates Israel verlassen. Diese Flüchtlinge (und ihre Nachkommen) werden von einer Uno-Agentur versorgt, die das Flüchtlingsdasein künstlich verewigt, um es als ein politisches und demografisches Mittel gegen Israel zu missbrauchen.

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