In Israel ist jede Frau eine Königin (SIE könnten es auch sein!) / You bet your life: Women will win this battle as well! / לא להדרת נשים

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דניאל דגן - Eine befreundete europäische Politikerin, die demnächst Israel besuchen will, hat mich diese Woche angerufen. Sie war voller Sorge. Sie hat in der Zeitung gelesen, dass in den öffentlichen Verkehrsmitteln Frauen diskriminiert würden. Angeblich würden sie von den männlichen Fahrgästen getrennt und auf die hinteren Bänke verbannt. Grund zur Absage!



Leider musste ich bestätigen, dass es solche Vorfälle gibt. Manche (nur manche, keineswegs alle!) ultraorthodoxen Juden versuchen, Geschlechtertrennung im Bus, auf Gehsteigen und sonstwo in der Öffentlichkeit durchzusetzen. Sie begründen es damit, dass sich die frommen Vertreter des starken Geschlechts nicht verführen lassen dürfen... können Sie sich so etwas vorstellen? Das ist nicht nur grotesk. Das ist für das moderne Land Israel völlig inakzeptabel. Es ist zudem rechtswidrig.

Als ein ausgewiesener Israel-Kenner habe ich der befreundeten Politikerin folgendes geraten: Fliegen Sie doch nach Israel. In Bus und Bahn lassen Sie sich von niemandem vorschreiben, wo Sie Platz nehmen. Wenn es einem nicht gefällt, dass Sie vorne sitzen, wird diese Person auf die Weiterfahrt verzichten müssen. So einfach ist das!

Die Politikerin hakte nach: was passiert, wenn ich belästigt und angefeindet werde? Meine Antwort lautete: bleiben Sie einfach sitzen. Wenn möglich dokumentieren sie den schlimmen Fall. Am nächsten Tag werden Sie höchst persönlich vom Verkehrsminister empfangen. Sie werden als Ehrengast ins israelische Parlament eingeladen. Sie werden Gelegenheit bekommen, in öffentlichen Auftritten ihre Empörung zum Ausdruck zu bringen. Sie werden königlich behandelt!

Diese meine Antwort ist nicht erfunden. Sie beschreibt eine echte Begebenheit, die sich vor einigen Tagen zugetragen hat. Israel ist über die bekannt gewordenen Fälle empört. Politik und Gesellschaft reagieren. Heute und morgen werden viele Männer und Frauen demonstrativ Buslinien besteigen, in denen die unerträgliche Geschlechtertrennung stattgefunden hat.

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