Selbst bei Günther Jauch: Die 500.000-Euro-Frage ruft nach Konsequenzen / Germany’s President Christian Wulff is being pressured to resign

Welt am Sonntag sowie TAZ: Präsident versus Hartz-IV-Empfänger / WAZ und Augsburger Allgemeine: ahnungsloser Wulff... was sagt Madonna dazu? / ARD: Achtung ARD-Kamera! /  Merkur Online: ...in den Fußstapfen von RTL  / Welt Kompakt: der Schatten von Guttenberg verfolgt Wulff... auch hier bei uns... im Internet...



Achtung! Aus aktuellem Anlass schreibe ich heute über den Bundespräsidenten Christian Wulff. Ich bin nicht ganz allein. Viele andere Kolleginnen und Kollegen tun es auch. Günther Jauch setzt noch einen drauf. In Anspielung auf seine RTL-Sendung Wer wird Millionär stellt er (nun aber ganz seriös bei ARD) die dringende 500.000-Euro-Frage. Das ist bei weitem weniger als eine Million. Doch es geht um das höchste Amt im Staat. Und die Summe kann sich bestimmt sehen lassen. Geld ist schon wichtig!



Ich bin kein Moralprediger. Ich hasse Heuchelei. Auch ich habe es gerne, wenn Geld (möglichst viel!) zur Verfügung gestellt wird. Wie jeder andere Mensch habe auch ich meine Schwächen. Zudem bin ich kein deutscher Staatsbürger. Christian Wulff ist eigentlich nicht mein Präsident. Was also soll ich dazu sagen? Die Deutschen müssen sich selbst den Kopf zerbrechen, wie sie in diesem konkreten Fall entscheiden.

Doch eine Bemerkung will ich machen. Sie geht auf meine langjährige Erfahrung in mehreren Ländern zurück. Nach meiner Überzeugung gilt sie überall. Sie lautet: der GRÖßTE Fehler eines Politikers ist es, die relevanten Fakten zu einem umstrittenen Sachverhalt zu vertuschen. Kaum ein Fehlverhalten ist so schlimm wie der im Nachhinein gemachte Versuch, den Vorgang zu vernebeln oder gar die Unwahrheit zu sagen. Das ruiniert Karrieren.

Je höher die Position, desto dünner wird die Luft. Das hat vor wenigen Monaten Guttenberg erfahren, der sein schlimmes Plagiat zunächst bestritten hat. Nun versucht er vergeblich ein Comeback zu organisieren. Doch er scheitert. Er scheitert vor allem daran, dass er gleich nach den ersten Enthüllungen die Unwahrheit sagte. Damit hat er sich sein eigenes politisches Grab geschaufelt. Wulff ist nun dabei, das gleiche zu tun.

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Die Varusschlacht des Christian Wulff: wie lange noch ist rechtsrheinisch ein Angela Merkel Land?

Moshe Katsav: der Bericht, den ich nicht schreiben wollte...

Advice for Guttenberg and Alice Hutchison: If you plagiarized, ‘fess up’

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