Deutschland im Herbst 2011: Zustände & Zuständigkeit; Bürger, Mitbürger & Nicht-Bürger / It happens in Germany… On Our Watch… / כולנו נושאים באחריות

Hamburger Abendblatt sowie Die Welt: kritischer Blick! / Neues Deutschland: ...auf diese (und andere) Zustände / Frankfurter Allgemeine: reicht es für Deutschland? / Abendzeitung, München: ...dessen heiligste Institution von China übernommen wird? / Augsburger Allgemeine: nicht nur dieses Blatt... wir alle verlieren unsere Unschuld



דניאל דגן - Heute morgen war ich bereits im Irak. Im Iran. In Syrien. Ich wollte gerne über den Orient schreiben, aus dem ich ja komme. Doch dann hat mir die sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zufällig habe ich die gestrige Schlagzeile entdeckt, die von deutschen Zuständen in diesem Herbst berichtete. Und passend dazu den Kommentar von Jörg Meyer über die Zuständigkeit für die deutschen Zustände. Das hat mir sehr gut gefallen!



Zum Themawechsel habe ich gleich mehrere andere deutsche Gazetten konsultiert. Ich wurde schnell fündig, wie Sie oben sehen. Der kritische Blick auf Deutschland entlarvt Zustände, die zu Denken geben. Hier wird eine Industrieanlage verkauft und womöglich abgewickelt. Da schaut uns ein ahnungloser Präsidenten an, der den Kreditgeber für sein eigenes Haus schlicht nicht benennt. Und Deutschland muss sich wieder mit Hass auf Fremde beschäftigen. Es geht weiter und weiter... und das sind nur einige, wenige illustrierte Beispiele.

Das bringt mich auf die ursprüngliche Frage, die Kollege Meyer so simpel und zutreffend gestellt hat: wer ist eigentlich zuständig? Wer soll etwas bewegen oder gar ändern? Das ist nach meiner Überzeugung eine Kernfrage. Neues Deutschland (das übrigens einige male meine meine Beiträge veröffentlichte) hat sie für uns alle aufgeworfen. Dafür verdient die sozialistische Zeitung ein dickes Kompliment! Und das kommt von einem, der sonst die Haltung dieser Zeitung (und der Partei, die dahinter steckt) vehement kritisiert.

Schon in der Kindheit habe ich gelernt: Fortschritt kommt nur, wenn man nichts als selbstverständlich nimmt. Wenn man ständig und kritisch hinterfragt. Insofern will ich an dieser Stelle nicht nur Neues Deutschland sondern viele andere Medien im neuen, modernen Deutschland loben. Wie bei uns in Israel wird auch hier immer mehr hinterfragt. Das tun Bürger. Das tun Mitbürger. Das tun sogar Nicht-Bürger und Nicht-Mitbürger wie ich, die hier leben. Keiner wird uns etwas schenken. Wir alle müssen uns engagieren.

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