Großbritannien könnte die EU verlassen; Europa bald isoliert? / Crusade to pull Britain out of the EU; „Victory in sight“ / הבריטים ואירופה: מי כאן מבודד

Sun: Cameron mit Churchill verglichen / Channel 4 News: UK und das übrige Europa / Daily Express: Kreuzzug gegen EU endlich erfolgreich! Paul Thomas bläst ins selbe Horn / Mirror: Sarkozy lehnt Handschlag ab / Bob in The Telegraph: Bauchlandung à la Cameron



דניאל דגן - Wie so üblich im Leben kommt es auf die Betrachtungsweise an. So auch in Bezug auf die letzte EU Krise, die eine Sprengung der europäischen Union zur Folge haben könnte. Wer hier ist isoliert? Etwa Großbritannien? Oder vielleicht umgekehrt? Vielleicht ist nun Europa von den Briten isoliert? Wir dürfen nicht vergessen: auch viele Continental-Europäer wünschen sich, dass die Nationalwährung wieder eingeführt wird... dass nicht mehr so viel Geld an die Bürokraten in Brüssel fließt...



Diesen Spruch kennen Sie bestimmt: Fog in Channel; Continent Isolated (gemeint ist natürlich der Ärmelkanal). Hier noch eine aktuelle Version, direkt auf David Cameron bezogen. Wer die Stimmung in Großbritannien kennt, der weiß: Die Briten wollen nicht auf ihr Inseldasein verzichten. Europa gegenüber sind sie äusserst skeptisch. Sie werden ihre Währung nie aufgeben. Für sie ist das ein Alptraum! Nun finden sie sich damit ab, dass ihr Land vielleicht die EU verlässt. Die Schweiz ist ja auch nicht Mitglied der EU. So what?

Wie mehrmals in dieser Website verraten mag ich die Briten. Schon als Kind in Kairo kannte ich viele Engländer. Bei uns zuhause in Heliopolis gingen britische Offiziere ein und aus. Meine älteste Schwester besuchte eine britische Schule. Später, im Kibbuz, hat mir Gladys aus London die Sprache beigebracht - samt Zitaten von Shakespeare. Das bleibt hängen! Meine Frau übrigens hat eine Zeit in London gelebt. Fast täglich erwähnt sie ihre lehrreichen Erlebnisse. Ich selbst war des öfteren für Besuche, Vorträge oder Sendungen in London. Schon jetzt freue ich mich auf die nächste Einladung!

Rückschläge gibt es leider mehr als genug. In einigen britischen Universitäten hat die Hetze gegen den jüdischen Staat schreckliche Dimensionen angenommen. Erst vor kurzem wurde ein schlimmes Gesetz abgeschafft, das den hasserfüllten Aktivisten von sogenannten "Menschenrechtsorganisationen" ermöglichte, Haftbefehle gegen israelische Persönlichkeiten zu erwirken. Der britische Verleger Duncan McCorquodale, Chef von Black Dog Publishing, hat geduldet, dass aus einer akademischen Arbeit meiner Tochter ganze Passagen geklaut wurden. Arroganterweise lehnt er es immer noch ab, für dieses eklatante Plagiat Haftung und Verantwortung zu übernehmen. Er deckt und unterstützt die Plagiat-Autorin Alice Hutchison. Das ist unredlich. Das ist NICHT die feine britische Art!

Natürlich vergleiche ich McCorquodale mit Cameron nicht. Das miese Verhalten des britischen Verlegers ist eine Sache. Die Wahrnehmung britischer Interessen durch den britischen Premier ist eine ganz andere Sache! Das bad behaviour von McCorquodale würde jeder vernünftige Brite scharf verurteilen. Cameron dagegen weiß eine große Mehrheit der Engländer hinter seiner Politik. Er konnte gar nicht anders handeln. Die Labour Opposition kritisiert ihn zwar. Doch letztlich würde auch Ed Miliband nicht akzeptieren, dass sich Brüssel im internationalen Finanzplatz City of London einmischt und den britischen Haushalt mitgestaltet. Das müssen wir wiederum akzeptieren.

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