Weltpolitik: Israel ist schon wichtig… aber! / A word on the obsession with the Arab-Israeli conflict / ישראל ושאר העולם

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דניאל דגן - In den letzten Tagen bekam ich mehrere Tweets von besorgten Lesern. Sie kritisierten, dass ich zu wenig über Israel schreibe. Diese Kritik nehme ich äusserst ernst. Ich will sie nicht auf mir sitzen lassen. Jeder der Kritiker bekam von mir eine persönliche Antwort. Doch hier will ich auch Sie als vielleicht nicht Twitter-Fan beteiligen. Worum geht es (aus meiner Sicht)?



Erklären will ich die Angelegenheit mit einer kleinen Geschichte. Ich saß vor einiger Zeit mit einem arabischen Kollegen in einem Fernsehstudio. Es ging um die Ereignisse einer dramatischen Woche. Viel Wichtiges aus aller Welt sollte angesprochen werden. Dann kam der Moderator auf den arabisch-israelischen Konflikt. Der Kollege aus dem Orient war sehr ungehalten. "Diese Israelis", sagte er, "sie denken immer, dass sie im Zentrum der Welt stehen".

Dem habe ich sofort zugestimmt. Recht hatte der Kollege! Es war mal ausnahmsweise nicht angebracht, in dieser bestimmten Woche über Israel zu reden. Den Moderator habe ich gebeten, auf das Thema Araber und Israelis einfach zu verzichten. Die Runde war einverstanden. Wir sprachen nicht über den Friedensprozess, die Palästinenser, die bösen Juden, die Siedlungen, die drakonischen Massnahmen... you name it!

Es war eine gute, sachliche und niveauvolle Diskussion. Mal ohne Israel! Ja, es geht. Es gibt auch andere Themen in der Welt. Der Fokus auf das Geschehen in und um Israel ist sehr oft Ausdruck einer obsessiven Haltung, die vor allem im Westen zu beobachten ist. Man hat die Tendenz, Israel und seinen Konflikt mit den Nachbarn als Ursache aller Probleme der Menschheit zu sehen. Von diesem Reflex sind inzwischen auch viele Israelis befallen. Das ist völlig falsch!

Bewusst will ich keine Beispiele bringen, die den (leider noch sehr verbreiteten) Hass auf Juden und auf Israel reflektieren. Die gibt es zuhauf. Suchen Sie selbst auch in meiner website, wenn Sie wünschen. Ich bringe ein Beispiel von einem ausgewiesenen Freund des jüdischen Staates, der frühere britische Ministerpräsident Tony Blair. Als es 2005 schreckliche Terroranschläge in London gab, fand gerade ein Gipfeltreffen der Mächtigsten der Welt in der kleinen Stadt Gleneagles in Schottland statt (wo übrigens gerne Golf gespielt wird).

Was machte unser Freund Tony? Er flog nach London, um sich zu informieren. Doch zu diesem Zeitpunkt wusste noch keiner, wer hinter den Explosionen in der U-Bahn steht. Nach wenigen Stunden flog Tony wieder zurück nach Gleneagles. Und er hat binnen weniger Minuten durchgesetzt, dass drei Milliarden Dollars an die palästinensische Autorität überwiesen werden. Argument: das ist der beste Weg, den internationalen Terrorismus zu bekämpfen! Das ist unsere Antwort auf die Anschläge!

Doch die Anschläge in London hatten mit dem arabischen-israelischen Konflikt nichts zu tun. Sie wurden von britischen Bürgern verübt, die Verbindungen zu fanatischen Islamisten in Pakistan hatten. Tony hätte das Geld lieber in Großbritannien selbst investieren sollen, um soziale Probleme im eigenen Land zu bekämpfen und Verständigung zwischen Christen und Muslimen zu begünstigen.

Sie glauben mir nicht? Dann lesen Sie bitte diesen Bericht von BBC. Da erfahren Sie, welche lächerlichen Züge die Obsession mit dem arabisch-israelischen Konflikt annehmen kann. Im Übrigen befasse ich mich gerne mit jedem Feedback - ob per Twitter oder anderswie. Es kann ruhig kritisch sein! Und ich verspreche Ihnen, mich weiterhin intensiv mit der Lage in und um Israel zu beschäftigen. Doch sachlich. Ohne Obsessionen à la Tony Blair!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Blair & Villepin Demontage in London & Paris: Stoff für Shakespeare & Voltaire!

Israel und Nahost; jedoch OHNE Obsession!

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