Wahlen in Russland: diesen Dämpfer hat Putin sich selbst zuzuschreiben / Blow for Putin in Russian election / מכה לפוטין בבחירות לפרלמנט

Christian Science Monitor (Boston) sowie Nuclear Diner: Gegner von Putin vergleichen ihn mit diesem Schwein / Moscow Times: Kreml-Mobbing gegen Meinungsforscher / ...fehlende Transparenz und Offenheit  / ISRALand, Tel Aviv: Kritik an alter Heimat Russland, das Sanktionen gegen Iran ablehnt / Shlomo Cohen: die Übersetzung aus Hebräisch lautet Ras-Putin (Rasputin)



דניאל דגן - Russisch beherrsche ich leider nicht (man kann nicht alles). Doch mit Russland fühle ich mich ganz besonders verbunden. Das hat zum einen mit der sozialistischen oder gar kommunistischen Tradition zu tun, mit der ich im Kibbuz aufgewachsen bin. Wir liebten Russland über alles und haben viele russische Lieder gesungen! Das hat auch mit meiner Einschätzung zu tun, dass Russland als Ordnungsmacht eine Schlüsselrolle spielt. Seit Mitte der siebziger Jahren - als mich mein Schachspielfreund Helmut Schmidt in der Kanzlermaschine mit nach Moskau nahm - besuche ich Russland des öfteren.



In Israel ist in den letzten Jahren die Bedeutung Russlands enorm gewachsen. Über eine Million Menschen aus den GUS Staaten wanderten ein. 20 Prozent meiner Landsleute sprechen Russisch als Muttersprache. Sie unterhalten sehr enge Verbindung zur alten Heimat. Das bedeutet eine große Bereicherung sowohl für Israel als auch für Russland. Ich als einer, der aus dem Orient kommt, muss natürlich mitziehen. Das tue ich auch sehr gerne!

Doch Kritik ist auch unter solchen Umständen erlaubt. Im Orient verhält sich Russland nicht gerade verantwortungsvoll. Die letzten, krassen Beispiele: gegenüber den Nuklearambitionen des Iran spielt Moskau den Ahnungslosen und lehnt weiterhin Sanktionen ab. Das ist eine gefährliche Haltung. Gegenüber Damascus fährt Russland einen Zick-Zack Kurs. Im Ergebnis bedeutet es, dass Moskau die Repressalien gegen die Aufständischen in Syrien duldet oder gar unterstützt.

In Russland selbst schränkt das Duo Putin-Medvedev die Rechte der Opposition ein. Manche Regimekritiker wurden kurzerhand ins Gegängnis gesteckt. Andere müssen immer wieder mit Restriktionen rechnen. Journalisten wurden eingeschüchtert. Putin hat das Land nach Vorne gebracht. Doch er hat viel zu viel Macht an sich gezogen. Er brauchte einen Dämpfer. Hoffentlich versteht er die Botschaft der Wähler. Russland darf nicht wieder in die alte Zeit der Diktatur zurückfallen.

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