Was tun spricht Zeus: Griechen, wenn ihr im Land der Träume euch verweilet / wenn ihr im Euro-Himmel mit uns lebt / soll er euch offen sein / doch teilt euch brüderlich darein! (frei nach Friedrich Schiller)

Stathis in Eleftherotypia: auf dem Rücken des Finanzministers steht ein Deutscher, der eine Liste von entlassenen Beamten verlangt / Mit einem "Super"-Gesetz soll der Staatsapparat gekürzt werden; "das ist kein Gesetz sondern ein schweizer Messer in deutschem Besitz" / To Bhma: der griechische Weg / ...soll nun beim Aufbau angewendet werden / Kathimerini: Referendum führt in den Abgrund



Europa zitterte lange vor einem möglichen Nein der Griechen zum Rettungspaket der gemeinsamen Währung. Die Börsen spüren weiterhin große Unsicherheit und reagieren immer wieder mit Kursverlusten. Spekulanten lauern auf ihre Chancen. Waren die Schirme überflüssig, die in den letzten Monaten und Jahren mit so viel Mühe und Kraft für den Euro aufgespannt wurden? Waren die diversen Hebel umsonst angesetzt? Ist alles wieder im Eimer?



Eins ist ganz klar: was diese Krise angeht gibt es eine enorme, zunehmende Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Griechen und der anderen Europäer. Ganz besonders trifft diese Aussage auf Griechen und Deutsche zu. Wenn Sie Griechisch verstehen, werden Sie bei den ersten Illustrationen oben ganz hässliche Bemerkungen gegen Deutschland entdecken. Ich habe Ihnen die Einzelheiten erspart.

Die Griechen glauben, dass sie Opfer deutscher Dominanz und Überheblichkeit sind. Die Deutschen denken, dass sie für ein Land gerade stehen müssen, das auf Kosten der anderen in Saus und Braus leben will. Diese völlig unterschiedliche Sicht der Dinge kann man ohne Weiteres nicht überbrücken. Mit sachlichen Argumenten kommt man nicht weiter. Die Situation ist festgefahren.

Das ist die Stunde der Kunst! Ich habe mich heute an Friedrich Schiller gewandt, um etwas zum Thema zu erfahren. Zum Glück wurde ich schnell fündig. Die Probleme mit den Griechen hat Schiller gut beschrieben, obwohl er vor über Zweihundert Jahren lebte. An mehreren Stellen in diesem Gedicht, das jedes Kind in Deutschland kennt kann man Andeutungen lesen, die zur heutigen Krise haargenau passen. Konsultieren Sie bitte die Schlagzeile. Und wenn Sie mehr zum Thema entdecken schreiben Sie bitte direkt an mich. Ergänzungen sind willkommen!

Die Teilung der Erde / von Friedrich Schiller

»Nehmt hin die Welt!« rief Zeus von seinen Höhen Den Menschen zu. »Nehmt, sie soll euer sein! Euch schenk ich sie zum Erb und ewgen Lehen - Doch teilt euch brüderlich darein!«

Da eilt', was Hände hat, sich einzurichten, Es regte sich geschäftig jung und alt. Der Ackermann griff nach des Feldes Früchten, Der Junker birschte durch den Wald.

Der Kaufmann nimmt, was seine Speicher fassen, Der Abt wählt sich den edeln Firnewein, Der König sperrt die Brücken und die Straßen Und sprach: »Der Zehente ist mein.«

Ganz spät, nachdem die Teilung längst geschehen, Naht der Poet, er kam aus weiter Fern - Ach! da war überall nichts mehr zu sehen, Und alles hatte seinen Herrn!

»Weh mir! So soll denn ich allein von allen Vergessen sein, ich, dein getreuster Sohn?« So ließ er laut der Klage Ruf erschallen Und warf sich hin vor Jovis Thron.

»Wenn du im Land der Träume dich verweilet«, Versetzt der Gott, »so hadre nicht mit mir. Wo warst du denn, als man die Welt geteilet?« »Ich war«, sprach der Poet, »bei dir.«

Mein Auge hing an deinem Angesichte, An deines Himmels Harmonie mein Ohr - Verzeih dem Geiste, der, von deinem Lichte Berauscht, das Irdische verlor!«

»Was tun?« spricht Zeus, »die Welt ist weggegeben, Der Herbst, die Jagd, der Markt ist nicht mehr mein. Willst du in meinem Himmel mit mir leben - So oft du kommst, er soll dir offen sein.«
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