Euro vorerst gerettet; Schwellenländer sitzen mit am Tisch / Plan to purchase Europe debt: China willing to buy, Brazil is hesitating / משבר האירו: קרן הסיוע תגדל לטריליון

Schot in NRC Handelsblad, Holland: Verwirrung... EU schießt in alle Richtungen... / Plantu in Le Monde, Paris: Griechen bekommen Hilfe... und streiken dennoch... / Joep Bertrams in Groene Amsterdammer: Griechenland und EU doch gerettet!  / China Daily: Hilferuf der kranken EU / Ique in Jornal do Brasil: Hilfe! früher für Katastrophenopfer; nun für Europa



דניאל דגן - China, Brasilien, Russland, Indien... das sind einige der Länder, die in nächster Zeit von der EU umworben werden. Sie sollen in den Rettungsfond investieren, der dann die europäische Währung stabilisiert. Wie die französische Zeitung Le Figaro hier berichtet wird Präsident Nicolas Sarkozy sehr bald mit der chinesischen Führung sprechen, um sie für die Beteiligung zu gewinnen. Gespräche mit den anderen Partnern werden folgen. Denn das reiche Europa braucht frisches Kapital, das momentan nur bei den sogenannten Schwellenländern zu holen ist.



Wer hätte das noch vor wenigen Jahren gedacht? Verkehrte Welt. Die eher Reichen bitten um Hilfe bei den eher Armen. Früher war es umgekehrt. Der Westen - allen voran die Europäer und die Amerikaner - haben Hilfe in der dritten Welt geleistet. Auch Russland sowie andere Länder der ehemaligen kommunistischen Welt haben immer wieder großzügige Kredite oder gar üppige Geldgeschenke aus dem Westen erhalten.

Ist das gut oder schlecht? Darüber kann man geteilter Meinung sein. Auf jeden Fall zeigt dieser Vorgang, wie sehr die verschiedenen Regionen voneinander abhängig sind. Der Westen muss finanzielle Hilfe aus den Schwellenländern bekommen, um den gewohnten Wohlstand zu erhalten. Die Schwellenländer müssen die gewünschen Kredite gewähren, weil sie sonst ihre wichtigsten Absatzmärkte verlieren und gar keine Chance mehr auf Wohlstand haben...

Die Helfer aus der Ferne werden natürlich ein Tribut fordern: Beteiligungen an Unternehmen bis hin zur Übernahme von ganzen Branchen. Zugang zur Spitzentechnologie. Wirtschaftlichen und finanziellen Einfluss. Aufträge für eigene Betriebe, die mit europäischen Konkurrenten im Wettbewerb stehen. Die Liste ist damit noch lange nicht erschöpft.

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