Syrien: Saudi Arabien spielt eine Schlüsselrolle / Saudi Arabia condemns Syria’s crackdown / סעודים, סונים, סורים

Akhbar Al Arab: Gefängnisse... Repression... Jihad... / Jaber in Al Jazirah, Riyadh: Fernsehen als Waffe gegen Elite / Talal Shasha'a: Demonstranten haben keine Angst mehr / Allagta in Al Madina: Einsatz von Panzern, Tote / Moshik in Ma'ariv:... sind Lebenselixier für Assad



דניאל דגן - In Syrien gibt es seit einem halben Jahr einen Aufstand gegen das Regime von Präsident Bashar Assad. Tausende Todesopfer sind bereits zu beklagen. Gestern rückten Panzer in die Küstenstadt Latakia vor und erschossen wieder Dutzende Demonstranten. Gegen die Protestierenden wurde sogar Artillerie eingesetzt. Gibt es einen Ausweg?



Leider nicht. Die Situation ist völlig verfahren. Hauptgrund dafür ist, dass der Konflikt immer stärker religiöse Züge annimmt. Die alawitische Elite des Landes fühlt sich bedrängt und bedroht. Sie muss blutige Rache für den Fall fürchten, dass sie die Kontrolle verliert und die sunnitische Mehrheit an die Macht kommt. Aus ihrer Sicht kämpft sie ums nackte Überleben.

Unterstrichen wird dieser Umstand dadurch, dass Saudi Arabien den Aufstand gegen Assad mehr oder weniger offen unterstützt. Die Saudis sind Hüter der heiligen Stätten des Islam. Sie fühlen sich für die Sunniten weltweit verantwortlich. Nach ihrer religiösen Lehre dulden sie nicht die alawitische Glaubensrichtung. Schon gar nicht wenn der Glaubensstreit anscheinend mit dazu führt, dass viele Sunniten für ihr Bestreben nach Freiheit mit dem Leben zahlen müssen.



Was kann die internationale Gemeinschaft tun, um das Blutvergießen zu beenden? Praktisch nichts. China und Russland sind strikt gegen eine Intervention. Mit ihrem Vetorecht im Weltsicherheitsrat werden sie jede Initiative blockieren, der syrischen Opposition militärisch zu helfen. Höchstens werden China und Russland einige verbale, allgemeine Appelle zur Beendigung der Gewaltanwendung zulassen.

Bleibt also nur abzuwarten, ob und wie die Anti-Assad Kräfte in Syrien die Oberhand gewinnen. Ihre große Stärke liegt darin, dass die Menschen in Syrien die Angst verloren haben. Sie gehen immer wieder auf die Straße – trotz Lebensgefahr. Das wiederum öffnet die Perspektive, dass die Armee nicht mehr bereit sein wird, auf friedliche Demonstranten zu schießen. Das wäre der Anfang vom Ende der Schreckensherrschaft der Machtdynastie von Assad.

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