Proteste im jüdischen Staat: Israel braucht einen neuen gesellschaftlichen Pakt / A New Deal is overdue for the Israeli Society / לו הייתי רוטשילד

Washington Post: Israelis protestieren / Eran Wolkovski in Ha'aretz: Ministerpräsident Netanyahu im Land der Zelte / Yediot, Tel Aviv: Rotschild Allee in "Wenn ich Rotschild wäre" verwandelt / Moshik in Ma'ariv: Netanyahu und sein Finanzminister beim Fahrunterricht / Ronny Gordon in Jerusalem Post: Netanyahu sitzt fest



דניאל דגן - An dieser Stelle habe ich schon erläutert: die Proteste in Israel sind nicht nur gegen unbezahlbaren Wohnraum gerichtet. Auch nicht allein gegen teure Produkte und Dienstleistungen. Die Proteste, die inzwischen zu einer Massenbewegung wurden, richten sich gegen die seit vielen Jahren gängige Praxis, die Leistungsträger der israelischen Gesellschaft immer weiter in die Enge zu treiben. Nun gehen sie auf die Straße (oder übernachten gar dort), da sie vor dem finanziellen Ruin stehen.



Über die sozialen Netzwerke, die in Israel eine große Verbreitung erfahren, engagieren sich immer mehr Menschen. Ihre Forderungen haben sie noch nicht deutlich genug formuliert. Doch die Richtung steht fest: Israel braucht einen New Deal. Es kann nicht Alles beim Alten bleiben. Diejenigen, die den jüdischen Staat durch ihre harte Arbeit tragen, müssen anständig honoriert werden.

Diese gesellschaftliche Erneuerung ist natürlich höchst umstritten. Viele Persönlichkeiten und politischen Kräfte versuchen, die soziale Bewegung für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Doch es wäre fatal, eine solche Entwicklung zuzulassen. Es muss beim Ziel bleiben, das alle Protestierenden eigentlich vereint - über politische Meinungsverschiedenheiten oder Parteizugehörigeit hinweg: Israel soll einen neuen Pakt zwischen Staat und Bürgern schließen.

Leistung muss sich wieder lohnen. Interessengruppen und ideologische Minderheiten dürfen nicht vorschreiben, wo es lang geht. Busse und Züge müssen am Samstag verkehren, damit sich die Menschen auch ohne teure Autos bewegen können. Zivilehe muss eingeführt werden. Jeder Mensch muss für seinen Lebensunterhalt arbeiten, soweit er dazu in der Lage ist. Da wo der Staat von den Menschen Opfer abverlangt (wie z.B. beim Militär- oder Ersatzdienst) muss dies für ALLE Bürger gelten - egal welcher Herkunft oder religiöser Überzeugung.

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Zeltstadt in Tel Aviv: worum geht es?

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