Bilder aus Saudi Arabien: weit & breit keine deutschen Leoparden zu sehen / Would German tanks serve Saudi crackdowns? Arms deal draws heated debate

Al Yaum: faule Bürokratie; darüber lachen die Saudis / Al Jazirah: Straßenschlacht & Chaos; das dulden die Saudis nicht / Roter Teppich für Lieferungen? / Al Eqtisadiah: ...Sache der Politik; Aussenminister warnt Iran / Al Madina: Platz in der Wüste; werden deutsche Leoparden hierher ziehen?



In Berlin spricht man von Geheimhaltung beim geplanten Waffengeschäft mit Saudi Arabien. In Riyadh spricht man darüber gar nicht. Allerdings: die Hauptnachricht dort ist, dass der saudi-arabische Aussenminister Al Feisal seinen Amtskollegen William Hague aus Großbritannien empfangen hat. Zentrales Thema bei den Gesprächen war der Iran und seine nuklearen Ambitionen. Das hat wiederum mit dem Wunsch der Saudis nach verstärkten Waffenlieferungen zu tun.



Ein weiteres Thema, das die Saudis beschäftigt, ist die Stabilität in der Region. Die arabische Revolution ist aus ihrer Sicht nur gut, wenn sie aus der Ferne beobachtet wird. In ihrer unmittelbaren Nähe dulden die Saudis keine Rebellion. Darum haben sie auch tatkräftig geholfen, die jüngste Welle der Proteste im Nachbarland Bahrain niederzuschlagen.

Angeblich haben die USA und Israel stillschweigend akzeptiert, dass deutsche Leopard-Panzer in die saudische Wüste kommen. Ob das stimmt, wissen wir zur Zeit nicht. Doch der Hintergrund ist einleuchtend: Washington und Jerusalem sind sich darüber einig, dass die Hauptgefahr in der Region vom Iran ausgeht. Die Aufrüstung von Saudi Arabien mit deutschen Waffen könnte helfen, diese Gefahr einzudämmen.

Lesen Sie bitte hier weiter:

Wie lange noch bleibt Saudi Arabien verschont? Hier ein Auszug:

Im US Sender NBC habe ich heute ein Gespräch mit einem Prinzen aus Saudi Arabien verfolgt. Er gehört zur priviligierten, herrschenden Klasse. Er hat viel Geld und Macht. Er versuchte, Optimismus auszustrahlen. Als es zu kritischen Fragen kam – etwa die Unterdrückung der Frauen in seinem Land – reagierte er erstaunlich offen.

Statt die unertägliche Lage zu beschönigen, zu dementieren oder gar zu verheimlichen (wie manche westliche Politiker tun) hat er sinngemäss gesagt: diese Situation übersehen wir nicht. Natürlich sind wir von der Welle der Proteste in der arabischen Welt betroffen. Wir brauchen unbedingt Reformen. Doch wir sind eine sehr konservative Gesellschaft. Für Veränderungen brauchen wir Zeit. Sehr viel Zeit.

UN Menschenrechtsrat, Genf: Bahrain & Saudi Arabien sind prominent vertreten! Hier ein Auszug:

Mehrere Staaten und Organisationen im Westen haben gestern das Vorgehen der syrischen Regierung gegen Demonstranten scharf verurteilt. Zurecht. Die Tötung von Hunderten Demonstranten, die friedlich protestiert haben, ist keineswegs zu dulden. Doch es fällt auf, dass es keine ähnliche, scharfe Stellungnahmen im Falle von Bahrain gibt. Dieser kleine Staat am Golf hat sogar Hilfe vom benachbarten Saudi Arabien bekommen, um die Proteste mit Waffengewalt zu unterdrücken. Auch dort gab es viele Tote und Verletzte.

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