Welt-Sensation aus Großbritannien: KEINE News of the World mehr! / „Murdoch throws tabloid under a bus to protect the mangement“

News of the World: Titel, die angeblich die meisten Leser im englischen Sprachraum locken / Murdoch Sohn verkündet das Aus / Steve Bell in The Guardian: Grabrede für die Zeitung / Dave Brown in The Independent: vorne Murdoch; hinten die Frau, die er angeblich schützt



Das gibt es nur selten: Das Sensationsblatt wird selbst zur Sensation. Weil Reporter der News of the World illegal Telefonate von Prominenten sowie von einfachen Bürgern abhörten, wird die Boulvardzeitung eingestellt. Über 200 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Das ist heute der Aufmacher in allen britischen Zeitungen.



Das Murdoch-Medienimperium hat sich zu diesem dramatischen Schritt entschieden, um noch größeren Schaden abzuwenden. Es hat auch feierlich versprochen, mit den Ermittlungsbehörden zu kooperieren, um den Spitzelskandal restlos aufzuklären. In London munkelt man allerdings, dass Rupert Murdoch mit der Schließung der Zeitung die Haut einer leitenden, ihm nahe stehenden Mitarbeiterin retten wollte.

Der Medienmogul selbst schweigt. Doch sein Sohn hat an die Mitarbeiter geschrieben, dass ihre traditionsreiche Zeitung ab nächste Woche nicht mehr erscheint. Das war's für News of the World. Wir aber bleiben am Ball!

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Erste iPad-Zeitung: die Revolution erfasst nun auch die Medienwelt / Auszug gleich hier:

Fast ununterbrochen berichten die Medien über die Revolution in Ägypten. Nun erfasst die Revolution auch die Medien selbst! Der Zauberbegriff lautet Tablet Journalism. Von nun an sollen Zeitungen nur noch digital erhältlich sein. Und sie werden per iPad zugänglich, das man überall mitnimmt. Jeden morgen kommt eine neue Ausgabe. Zwischendurch auch einige Updates. Fertig.

Den Anfang hat der Medienmogul Rupert Murdoch mit The Daily gemacht. Diese neue Tageszeitung, die noch erhebliche Geburtsfehler hat, verzichtet ganz auf Papier. Sie wird als ein Retter des Journalismus dargestellt. Der Verleger spart Kosten von Druck und Lieferung. Der Leser bekommt dennoch seine täglichen, gewohnten Berichte und Analysen. Für das neue, auschließlich digitale Blatt zahlt der Leser viel weniger als für eine gedruckte Zeitung.

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